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In der amerikanischen Provinz geht Merkwürdiges vor: Elektronische Geräte machen sich selbständig, mehrere Menschen werden unabhängig voneinander Augenzeugen unnatürlicher Himmelsphänomene, und einige von ihnen fühlen fortan die Neigung, seltsame Dinge zu tun und einen mysteriösen Tafelberg im Mittelwesten aufzusuchen. Dort stellen sich auch bald jede Menge Militär und Wissenschaftler ein, denn Großes steht bevor: Eine außerirdische Zivilisation besucht Mutter Erde, um Kontakt mit der Menschheit aufzunehmen.
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Kritik

Nach dem Ultraschall-Durchbruch durch seine quasi Blockbuster-Erfindung Der Weiße Hai galt Steven Spielberg als neues Wunderkind in Hollywood und auch sein nächstes Werk Unheimliche Begegnung der dritten Art wurde ein beachtlicher Erfolg. Als Thema wählte er die nimmermüde Frage, ob wir wirklich allein im Universum sind und den innigen Wunsch wohl der meisten Menschen (und besonders Träumer), dass es auf keinen Fall so sein kann. Die Frage ist nur, wann, wo und wie wird es zum ersten Kontakt kommen…und was wird es für Folgen haben?

Spielberg beginnt seinen Film mit allerhand sonderbarer Phänomenen rund um den Erdball und nimmt die Antwort auf die berühmte Einzelspezies-Frage bereits früh vorweg: Natürlich sind wir nicht allein, „da draußen“ existiert noch (mindestens) eine intelligente Lebensform und wir brauchen auch nicht länger nach ihr zu suchen, denn sie hat uns gefunden. Stattet uns einen Besuch ab, allerdings werden vorher keine Flyer verteilt, zum großen Kennenlern-Happening geladen und vor laufenden Fernsehkameras gelandet. Was haben sie vor, ist es eventuell doch ein geplanter Angriff, der nur durch Unachtsamkeit zu früh enttarnt wurde? Berechtigte Bedenken, mit denen zunächst auch eine Form von Spannung durch Ungewissheit aufgebaut wird. Ist die bevorstehen Begegnung der dritten Art wirklich eine unheimliche im Sinne von beängstigend oder gefährlich, oder nur aufregend, da wir nicht wissen was uns erwartet?

Trotz einiger kurzen Momente der Genre-Verunsicherung (die Szene der „Entführung“ im Haus, die übrigens markante Ähnlichkeiten zu dem später von Spielberg produzierten & geschriebenen Poltergeist aufweist) scheint es aber sehr offensichtlich, das Unheimliche Begegnung der dritten Art kein feindseliger Alien-Invasion-Film sein will. Seine Spannung mehr durch Neugier, Faszination und den Reiz des Unerklärlichen bezieht; durch die nicht zu bändigende Natur des Menschen alles verstehen zu wollen und seine stetige Unruhe, wenn er die Kontrolle aus der Hand geben muss. Mit dem über die Jahre leider verlorengegangenen Talent eines instinktiv-cleveren Geschichtenerzählers, der wie selbstverständlich mit verschiedenen Facetten des Unterhaltungskinos hantiert, wirkt Spielberg’s Handwerkskunst auf den Zuschauer eine Zeit lang ähnlich anziehend und fesselnd wie die nicht zu entschlüsselnde Botschaft der Besucher auf eine Handvoll Auserwählter (u.a. Richard Dreyfuss, Der Untermieter), was unweigerlich auf das große Finale am Devils Tower in Wyoming hinsteuert.

Dort erliegt Spielberg seiner manchmal zu markanten Schwäche, seinem Hang zum opulenten Crescendo. Eine gefühlte Ewigkeit wird das Finale ausgedehnt und gestreckt, ausgiebig mit weit aufgerissenen Augen und Mündern vor sich hin gestaunt, um letztlich ja „nur“ sein gutmütiges Science-Fiction-Märchen mit braver Harmonie und naiver Erlösungs-Botschaft ganz breit gefächert ausklinken zu lassen. Da steckt viel weniger inhaltliche Substanz hinter als sich eventuell erhoffen ließ, wobei sich Spielberg absolut unterstellen lässt, dass er dies selbst nie vorhatte. Er will das Publikum versöhnlich aus dem Kino entlassen, ihm die Illusion einer möglichen Flucht in eine bessere, friedlichere & fortschrittlichere Welt vorträumen, was ihm vermutlich in der Masse vortrefflich gelungen ist. Das ist so gesehen nicht mehr als maximal nett, dafür aber über weite Strecken gekonnt vorgetragen und dank einer herausragenden Crew wie Douglas Trumbull (Effekte, 2001: Odyssee im Weltraum) oder dem hierfür Oscar-prämierten Vilmos Zsigmond (Kamera, Der Geist und die Dunkelheit) schon mit dieser gewissen Kino-Magie versehen, die gelegentlich das Bauch- über das Kopfgefühl siegen lässt.

Fazit

Interessante, wenig aggressive Variation der Kontaktaufnahme von Mensch und Alien, von Steven Spielberg lange geschickt vorgetragen. Am Ende leider überladen…mit eigentlich kaum was. Etwas sehr sanft und verliebt in seine banale Message, die letztlich nicht viel zu sagen hat. Außer: Alles wird gut! Aber manchmal reicht das ja schon. Fast…

Autor: Jacko Kunze

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