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Inhalt

Nach einem folgenschweren Unfall im Zuge einer alpinen Rettungsaktion, zerbricht die Freundschaft der beiden Bergführer Gabe Walker (spürbar in seinem Element: SylvesterRockyStallone) und Hal Tucker (überraschend gut: MichaelHenry: Portrait of a Serial KillerRooker) ebenso wie Gabes Beziehung zu seiner Freundin Jessie Deighan (sehr bemüht: Janine Turner). Um sich in Ruhe in Schuldgefühlen und Selbstmittleid suhlen zu können, verschwindet Gabe kurz nach dem tödlichen Unglück spurlos. Als er nach mehreren Monaten in seinen Heimatort zurückkehrt, um seine restlichen Sachen zu packen, wird er unverhofft mit einer schwierigen Rettungsmission konfrontiert, die ihn nicht nur mit seinen ehemaligen Weggefährten wiedervereint, sondern sich zu allem Überfluss auch noch als Falle entpuppt. Die hilfesuchende Gruppe ist nämlich keine verängstigte Alpinistentruppe sondern eine Bande eiskalter Diebe, deren letzter Coup - der Überfall auf ein Flugzeug in mehreren tausend Metern Höhe - nicht exakt nach Plan verlaufen ist. Für Gabe und Hal beginnt hierauf ein Kampf um Leben und Tod.
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Kritik

Climbing was never as thrilling again

Bei dem Versuch einem wenig versierten Filmliebhaber den typischen 90erJahre Actionstreifen bildlich vor Augen zu führen, wird man früher oder später beinahe zwangsläufig über ein Werk mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle stolpern. Neben „Demolition Man“, „The Specialist“, „Judge Dredd“ und „Assassins“, ist es vor allem Renny HarlinsCliffhanger“, der die erfrischende Leichtigkeit im Actiongenre jener Periode auf den Punkt bringt. Eine handgemachte Effektarbeit wurde noch nicht von digitalen Zerstörungsorgien abgelöst, ein simples, ausgesprochen stringentes Drehbuch noch nicht von überflüssigen Nebenhandlungen ins Unermessliche gestreckt und ein gut gereifter, kerniger Actionstar noch nicht von austauschbaren Mittzwanzigern ohne besonderen Wiedererkennungswert ersetzt. Nachdem besagter Actionklassiker, Anfang des Jahres schlussendlich doch noch vorzeitig vom Index gestrichen worden ist, hat Studiocanal eine optisch sehenswerte Anniversary Edition Blu-ray im schicken Steelbook-Format - mit DTS-HD Master Audio 5.1 Sound und ansprechender Bildqualität, aber dürftigen Extras - auf den Markt gebracht.

Bereits anhand der kurzen Inhaltsangabe ist relativ rasch zu erkennen, dass Renny Harlin in „Cliffhanger“ weniger auf einen gut durchdachten, besonders innovativen Plot setzt, als vielmehr auf eine abwechslungsreiche, ungemein actionlastige Handlung in eindrucksvoller Umgebung. Der finnische Regisseur, der zuvor bereits bei „A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master“ und „Die Hard 2“ auf dem Regiestuhl Platz genommen hat, versteht es, sich äußerst geschickt von einer atemberaubenden Stuntsequenz zur Nächsten zu hangeln, ohne dabei allzu viel Zeit mit Nebensächlichkeiten wie Logik und Nachvollziehbarkeit zu verschwenden. Vor allem die einleitende Absturz-Szene und der Überfall auf ein Flugzeug in über 4500 Metern Höhe, stechen dabei besonders deutlich hervor und entpuppen sich auch noch zwei Jahrzehnte nach ihrer Entstehung, als beeindruckende Bespiele für eine gelungene, weitgehend entdigitalisierte Stunt-Arbeit. Auch die mannigfaltigen (äußerst gefährlich anmutenden) Kletterszenen, die unter anderem von den beiden Profikletterern Ron Kauk und Wolfgang Güllich durchgeführt worden sind, treiben den Puls des geneigten Betrachters in ungeahnte Höhen. Um sich der besonderen Qualität der Inszenierung und im Zuge dessen auch der bewundernswerten Risikobereitschaft aller Beteiligten bewusst zu werden, muss man sich lediglich das CGI-verseuchte, ausgesprochen unrealistische Bergsteiger-Abenteuer „Vertical Limit“ zu Gemüte führen. Immerhin sieben Jahre später produziert, schafft es Martin Campbells Kletter-Actionfilm aus dem Jahr 2000, trotz eines höheren Budgets, an keiner Stelle die Spannung und Dramatik des Stallone-Vehikels zu erreichen.

Zur packenden Stimmung trägt neben der gelungenen, von Panoramaaufnahmen dominierten Kameraarbeit von Alex Thomson („Alien 3“) und dem ruhigen Schnitt von Frank J. Urioste („Total Recall“) mit Sicherheit vor allem der einprägsame Score von Trevor Jones (klar erkennbar: „The Last of the Mohicans“) bei. Wenn die Kamera zu Beginn von „Cliffhanger“ durch die schier endlosen Bergketten der Dolomiten gleitet und dabei von einer wuchtigen (Historienfilm-)Komposition begleitet wird, ist das bereits ein Vorgeschmack darauf, wie homogen diese Bereiche in dem Actionstreifen ineinandergreifen.

Auch die Besetzung von „Cliffhanger“ lässt nur wenige Wünsche offen. Sylvester Stallone, der kurz zuvor mit „Oscar“ und „Stop! Or My Mom Will Shoot“ zwei eher weniger gelungene Abstecher ins Komödienfach gewagt hat, spielt den taffen und ausgesprochen schlagkräftigen Bergführer, mit spürbarer Begeisterung. An seiner Seite überzeugt Michael Rooker, der bis zum heutigen Tag bereits mehr als 100 Produktionen mit seiner Präsenz veredelt hat, ohne jedoch jemals so richtig durchstarten zu können. Die Antagonisten sind mit John Lithgow („Rise of the Planet of the Apes“), Rex Linn („CSI: Miami“) und Caroline Goodall („Schindler‘s List“) ebenfalls passend besetzt.

Fazit

Mit „Cliffhanger“ ist Regisseur Renny Harlin ein fesselnder Actionthriller in außergewöhnlicher Umgebung gelungen, der auch zwei Jahrzehnte nach seiner Uhraufführung Nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Neben der atemberaubenden Stuntarbeit, die sogar zu einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde - teuerster Luft-Stunt aller Zeiten - geführt hat, den packenden Kletterszenen und den einzigartigen Panoramaaufnahmen der Dolomiten, sind es vor allem die harten Actionszenen, die pointierten One-Liner und der tolle Soundtrack, die „Cliffhanger“, trotz einer vorhersehbaren Soryline und einiger durchwegs realitätsfremder Sequenzen, zu einem Meilenstein des Actiongenres machen.

Autor: Christoph Uitz

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