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Dieser auf einer wahren Geschichte beruhende Film erzählt die unglaubliche Lebensgeschichte des Boxers Vinny Paz, der als "The Pazmanian Devil" in den 80ern Weltmeister in einigen niedrigeren Gewichtsklassen war. Nach einem schweren Autounfall, nach dem zuerst nicht klar war, ob er überhaupt wieder laufen können würde, hat er es - gegen den Rat seiner Ärzte - geschafft, wieder in den Boxring zu steigen und gegen den späteren Boxweltmeister Luis Santana zu gewinnen. Die Geschichte von Vinny Paz gilt als eine der unglaublichsten Geschichten aus der Welt des Sports.
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Kritik

Geschichten vom Underdog, der es vom Zero zum Hero schafft, gibt es im Filmbereich etliche. Auch das Boxer-Drama Bleed For This folgt den Genre-Regeln, ist aber aus diversen Gründen doch überraschend und in gewisser Weise faszinierend ausgefallen: Es erzählt ein aus medizinischer Sicht unglaubliches Ereignis, das sich jeglicher Logik widersetzt und ist zugleich eine Geschichte, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat. Nach elf Jahren meldet sich Ben Younger (beschämend: Couchgeflüster) damit erstmals wieder auf dem Regiestuhl zurück und konnte für sein neues Werk auch ein vielversprechendes Team gewinnen.

In Bleed for This werden gleich drei Kämpfebenen betreten: Vinny Paz (Miles Teller) hat sich im Boxring zu behaupten, versucht das Versagen seines Körpers nach einem schweren Unfall zu stoppen bzw. wieder umzukehren und muss zugleich dem psychischen Druck, der daraus resultiert, aber auch durch sein Umfeld hervorgerufen wird, das ihn mehr oder weniger aufgegeben hat, standhalten. Während sich die erste Hälfte des Films dem wilden Lifestyle des arrogant porträtierten Sportlers widmet und dabei einen sehr leichten, ausgelassenen Ton wählt, wendet sich der Stil nach dem Unfall zunehmend der dramaturgisch ernsten Seite zu. Vinny Paz mag nicht der sympathischste Kerl gewesen sein, wird durch Miles Teller aber derart energisch und voller Elan verkörpert, ebenso durch den tonalen Umschwung auch respektvoll behandelt, dass dem Zuschauer sein Schicksal defintiv nahe geht. Das liegt vor allem an seinem Ehrgeiz und ungebändigten Willen, sich seinem auferlegten Schicksal zu widersetzen, was pure Bewunderung verdient. Und wenn dieser junge Mann trotz Genickbruchs damit beginnt sein Training wieder aufzunehmen, ganz zum Entsetzen seiner Familie und seines Trainers (und auch Zuschauers), fiebert man dem Erfolg regelrecht entgegen. 

Trainiert wird er von Kevin Rooney, der von Aaron Eckhart darstellerisch sehr lässig und zugleich stark verkörpert wird und somit ein harmonisch funktionierendes Gespann mit Teller bildet. Auch der restliche Cast leistet gute Arbeit und unterstreicht somit die rundum gelungene Produktion. 

Interessante Nebeninfo: Im Laufe des Films trifft Vinny Paz im Boxring auch auf Roberto Duran. Wer das Genre ein wenig verfolgt, hatte möglicherweise schon kürzlich das Vergnügen Duran in Hands of Stone näher kennenzulernen, worin er von Edgar Ramírez verkörpert und von Robert De Niro trainiert wurde. Ein nettes "Crossover", das den Fight umso spannender macht.

Fazit

Sauber produziertes und gut gespieltes Box-Drama, das durch seinen wahren, außergewöhnlichen Background zu beeindrucken weiß und mit seiner positiven Message sehr inspirierend wirkt. 

Autor: Sebastian Stumbek

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