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Ausgerechnet an dem Tag, an dem Sam ihren Vater ins Bergwerk begleitet, weil sie endlich mal miterleben will, wie hart die Arbeit da unten wirklich ist, kracht der Stollen über ihnen ein. Der Berg knurrt böse, Felsbrocken poltern auf sie herab und als sich der Staub gelegt hat, geht der Horror erst wirklich richtig los.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

An welchen Film denkt man als erstes, wenn es um klaustrophobischen Horror tief unter der Erde geht? Wahrscheinlich kommt den meisten Leuten Neill Marshalls "The Descent" in den Sinn, der in dieser Sparte die Referenz darstellt. Viele Kopien gab es seitdem, sogar einen offiziellen Nachfolger, doch niemand konnte die Genialität des Vorbilds je wieder erreichen. Mit "Beneath" wagt Ben Ketai ("30 Days of Night: Dark Days") nun einen weiteren Versuch, die Krone an sich zu reißen, zumindest im Trailer sieht sein zweiter Spielfilm recht vielversprechend aus. Geschafft hat aber auch er es nicht, "The Descent" das Wasser zu reichen, dazu fehlt es "Beneath" einfach an Wucht und neuen Ideen.

Dabei hat "Beneath" durchaus Qualitäten vorzuweisen. Das Pacing des Films ist angenehm flott, nach kurzer Einführung der Figuren geht es auch schon rasch zum Ort des Geschehens. Das Setting wirkt durch seine Dunkelheit und Enge unheimlich, das klaustrophobische Gefühl der Charaktere überträgt sich schnell auf den Zuschauer. Und wenn das Chaos in Form von einstürzenden Schächten und beunruhigender Geräusche aus den Tiefen der Schächte eintritt, ist das zwar nicht neu, jedoch durch das Ungewisse, was nun eigentlich los ist, tatsächlich spannend.

Doch statt dem Zuschauer in der einsamen Dunkelheit nun das fürchten zu lehren, ihn zu schocken und bis zum Schluss in Atem zu halten, wie es einst "The Descent" vollbrachte, schaltet "Beneath" einen Gang runter und bewegt sich irgendwo auf durchnittlichem Level, auf dem er Horrorfans zwar noch immer unterhalten kann, ihnen aber auch nichts gibt, dass sie nicht woanders schon mal (besser) gesehen hätten oder was ihnen lange im Gedächtnis bleiben würde. Leichte Horrorkost für den den hungrigen Genrefan eben. Ein paar Jumpscares wurden eingebaut, die jedoch nur zartbeseitete Gemüter schocken dürften, der visuelle Horror im Laufe der Zeit, wenn das Böse auch tatsächlich sichtbar wird, wirkt auch irgendwie deplatziert. "Beneath" will mysteriös sein und mehrere Interpretationsansätze erlauben, doch vermutlich wäre der Film noch um einiges besser, wenn er darauf verzichtet hätte und sich klar für eine Richtung entschieden hätte.

Der Cast gibt sich sichtlich Mühe und macht seine Sache größtenteils auch ganz ordentlich. Hauptdarstellerin Kelly Noonan wirkt rein storytechnisch unter den männlichen Minenarbeitern ein wenig deplatziert im Film und dient wohl größtenteils dazu, die Frauenquote zu erfüllen und etwas fürs Auge zu bieten, doch spielt sie ihre Rolle in jedem Fall überzeugend. Jeff Fahey ("Lost", "Planet Terror", "Machete") ist auch mit von der Partie und dürfte Fans durch sein cooles Auftreten zu gefallen wissen.

Fazit

"Beneath" mag kein Überflieger sein, bleibt für Genre-Fans jedoch recht ansehnlich, da er durch das gelungene Setting und der daraus resultierenden klaustrophobischen Atmosphäre punkten kann. Insgesamt spult der Film sein Programm zwar leidenschaftslos runter, doch wer die Erwartungshaltung nicht auf Höhe von "The Descent" schraubt, wird damit sicherlich auch unterhalten.

Kritik: Sebastian Stumbek

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