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Félicies Füße wollen einfach nicht still stehen: Das 12-jährige Mädchen träumt von nichts anderem als Tänzerin zu werden. Doch in dem Waisenhaus, in dem sie aufwächst, hält man ihren tollpatschigen Bewegungsdrang für Unfug. Einzig der gleichaltrige Victor, dessen Traum ein berühmter Erfinder zu werden ebenfalls belächelt wird, glaubt an die zukünftige Ballerina. Natürlich hat Victor auch schon einen genialen Fluchtplan entwickelt, der die beiden auf turbulente Weise direkt in die Stadt katapultiert, in der ihren Träumen nichts mehr im Weg stehen soll: Paris - die Stadt der Lichter und Entstehungsort einer futuristischen Stahlkonstruktion namens Eiffelturm. In der quirligen Metropole werden die beiden schon bald getrennt und Félicie, allein auf sich gestellt, macht sich auf die Suche nach dem Pariser Opernhaus. Was sie dort sieht, verschlägt ihr glatt den Atem und bestärkt sie in ihrem Entschluss: Sie will auf dieser Bühne tanzen! Doch einen Platz in der elitären Ausbildungsstätte zu ergattern ist für ein Waisenmädchen vom Lande eine schier unüberwindbare Hürde. Félicie ist auf Hilfe angewiesen - und auf ein paar kleine Tricks. So nimmt ein zauberhaftes Abenteuer seinen Lauf, ein Abenteuer über Mut und Sehnsucht, den Glauben an sich selbst und die Kraft der Freundschaft - aber auch eine bewegende Geschichte darüber, wovon wir alle träumen: unseren Platz im Leben zu finden.
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Kritik

Das Leben ist hart, brutal und gnadenlos. Mit diesen Worten versucht die Leiterin des Waisenhauses die junge Félicie (im Original Elle Fanning) daran zu erinnern, was doch das Leben eigentlich ausmacht. Doch ist es nicht gerade Leidenschaft, Hoffnung und echte Träume, die das Leben lebenswert machen? Der Rest wäre sonst nur Tristesse und Melancholie. Kein Wunder also, dass gerade Themen wie Optimismus sowie das Träumen selbst in den letzten Jahren so stark im Genre der Animationsfilme unterwegs sind. Alles ist möglich, mit genügend Eifer, Willensstärke und Mut. Nun, dies mag auf dem ersten Blick zwar etwas naiv sein, es birgt allerdings eine starke Botschaft die der Gesellschaft keineswegs schaden kann – erfolgsversprechend sind die knalligen wie kraftvollen Filme so oder so (siehe Disney). Im Falle von Ballerina (OT: Leap!) des französisch-kanadischen Studios Gaumont ist zwar wenig Subtilität angesagt, doch die Geschichte rund um Ballettanz Ende des 19. Jahrhunderts kann dennoch überzeugen. Mit starken Figuren, einer humorvollen wie kraftvollen Inszenierung sowie Freiheit als Kernthema gibt es vor allem eine Geschichte für die ganz Kleinen unter uns – und diese werden wie gebannt das Leben von Félicie verfolgen.

Ballerina hat unterdessen einen ganz klaren Vorteil: Durch das historische Setting und eine sehr ruhige Erzählweise, kann sich der Film angenehm von seiner Konkurrenz abheben. Denn anders als in vergleichbaren Produktionen wird hier nicht gesungen und auch sonst, gibt es kein Effektfeuerwerk zu bestaunen. Dies ist auch gar nicht notwendig, denn wenn der erzählerische Fokus auf Félicie liegt und ihrem harten Training, dann ist dies Spannung genug. Zumal der Film von Eric Summer und Éric Warin trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit und Naivität wirklich wichtige Themen behandelt und sogar kritisch differenziert daher kommt. Gerade wenn am Ende gefragt wird, warum denn Félicie sowie ihre Konkurrentin Camille (im Original Maddie Ziegler) überhaupt tanzen – wenn als Antwort kommt, dass die Mutter das so möchte, dann birgt dies jede Menge Wahrheit. Überhaupt ist Freiheit ein Thema, welches sich Ballerina dann doch auch gerne etwas subtil nähert (während der Rest stark offensichtlich daher kommt). Wenn die Freiheitsstatue als Spielwiese für die gut gelungene Action wird, dann ist die Botschaft klar. Die Handlung selbst hat jedoch eine klare Schwäche: Die Nebenfiguren. Während zumindest Victor (im Original Dane DeHaan) genügend Spielzeit bekommt, sind alle anderen Charaktere eher Stichwortgeber und sorgen für das nötige Timing. Dieses funktioniert zwar wunderbar, lässt aber dann doch einige Fragezeichen zurück.

Die Inszenierung indes, besitzt durchaus ihren eigenen Stil. Und wenn auch knallige Effekte sowie eine unglaubliche Schärfe ausbleiben (dies ist einfach dem Budget geschuldet), muss sich auch hier die Produktion durchaus nicht gegenüber den Genre-Kollegen verstecken. Besonders hervorzuheben sind jedoch die Tanzbewegungen, die mit Hilfe von Schlüsselbildanimation der beiden französischen Balletttänzer Aurélie Dupont und Jérémie Bélingard eingefangen wurden. Dieses merkt man Ballerina an jeder Stelle an, sodass hier wahrlich Magie zu sehen ist. Starke Bilder inklusive.

Fazit

"Ballerina" ist ein Film zum träumen, mit starken wie wichtigen Botschaften, einer gewissen Naivität und Vorhersehbarkeit, doch dadurch nicht minder stark in seiner Erzählweise. Klein, als auch vielleicht Groß, werden hier ihre Freude haben und der Reise von Félicie mit Begeisterung zusehen. Ein gelungener Animationsfilm mit dem Herz am rechten Fleck und gerade daher auf jeden Fall einen Blick wert.

Autor: Thomas Repenning

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