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Mikey (Johnathon Schaech) und JP (Adrian Grenier) sind Brüder und quasi ohne Eltern aufgewachsen. Sie konnten sich immer nur auf den jeweils anderen verlassen. Deshalb ist JP, der mittlerweile als Besitzer einer Baufirma einigermaßen gut über die Runden kommt, auch sofort zur Stelle, als Mikey durch kriminelle Aktivitäten in der Klemme steckt. Er schuldet dem rücksichtslosen Gangsterboss Eddie King (Nicolas Cage) eine Menge Geld. Als Mikey entführt wird und auch JPs Nichte mit in die Sache hineingezogen wird, wendet er sich an einen alten Freund der Brüder: Sal (John Cusack) arbeitet als Privatdetektiv und hilft JP, seinen Bruder aus den Fängen von King sowie dessen Armee von Gangstern zu befreien.

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Kritik

Argumente dahingehend zu finden, eine Sichtung von Arsenal zu rechtfertigen, scheinen verschwindend gering. Eine klare Begründung dafür allerdings liegt auf der Hand und trägt einen inzwischen berühmt-berüchtigten Namen: Nicolas Cage (Lord of War – Händler des Todes). Wie man inzwischen durch die Regenbogenpresse zu genüge erfahren hat, ist der Oscar-Gewinner und einstige Hollywood-Titan hochgradig verschuldet und sieht sich dazu gezwungen, jedes noch so unattraktive Angebot anzunehmen. So ist es dann auch die logische Konsequenz, dass man Cage nicht nur in hochwertigen Produktion zu Gesicht bekommt (wie zuletzt zum Beispiel in Oliver Stones Snowden), sondern auch in der übelsten Schleuderware, so wie Arsenal sie von der ersten bis zur letzten Minuten darstellt. Nicolas Cage allerdings muss man in der Rolle des Gangsterboss Eddie King gesehen haben.

Natürlich zeichnet sich auch in Arsenal ein langjähriger Trend ab, wenn wir uns mit dem Werdegang von Nicolas Cage beschäftigen. Die Devise nämlich lautet: Ist das Werk auch noch so unerträglich, die Performance von Cage bleibt ein Faszinosum. Mit John Cusack (High Fidelity) hat sich zwar noch ein weiterer (ehemals) großer Name in den Cast von Steven C. Miller (Marauders – Die Reichen werden bezahlen) gemischt, allerdings ist Cusack wohl die Antithese zu Cage, denn wenn dieser nicht mit Glück von einem Regisseur des Kalibers David Cronenberg angefragt wird, scheint sich der ungesund aufgedunsene Cusack ausschließlich voller Desinteresse durch die Sets zu schlurfen. Die Hauptrollen allerdings verkörpern die Brüder Mikey (Johnathon Schaech, Quarantäne) und JP (Adrian Grenier, Entourage), die sich seit ihrer Kindheit gemeinsam durchbeißen.

Das übergeordnete Thema von Arsenal ist folgerichtig Brüderlichkeit. Oder auch: Die Wege, die man bereit ist zu gehen, um seinen Bruder zu retten. Und JP muss einiges auf sich nehmen, um Mikey aus den Fängen des geisteskranken Eddie King zu retten. Aber machen wir uns nichts vor, denn wenn Arsenal letztlich Endes etwas ist, dann ein Armutszeugnis der Kunst. Fernab jedweder inszenatorischer Passion versandet Steven C. Miller mit seinem DTV-Schund im Niemandsland der Videothekenregale. Alles an diesem Film wirkt billig: Sein penetranter Einsatz von Zeitlupen, seine alles verzerrende Überbelichtung, seine einfallslose Geschichte, die nicht mit entsprechendem Genre-Enthusiasmus ausstaffiert wurde, sondern von vorne bis hinten vor sich hin dümpelt. Einzig Nicolas Cage bleibt eine Attraktion, ein Glanzpunkt, ein Schauwert. Der nämlich chargiert sich mit falscher, ständig zugekokster Nase dermaßen in Ekstase, dass es eine Wonne ist.

Fazit

Unbedingt zu umgehender DTV-Schund, der kaum Argumente dahingehend liefert, gesehen zu werden. Steven C. Miller ist kein guter Regisseur, was in "Arsenal" einmal mehr wunderbar zum Ausdruck gebracht wird. Im Prinzip ist alles an diesem Film gescheitert, wäre da nicht Nicolas Cage, der als ständig koksender Drogenboss mal wieder komplett freidreht und diesem katastrophalen Werk durch seine Körperperformancekunst doch noch einen Glanzpunkt schenkt.

Autor: Pascal Reis

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