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Inhalt

Edina und Patsy strahlen immer noch vor Glanz und Glamour und genießen das gehobene Leben, das sie gewöhnt sind; sie shoppen, trinken und feiern an Londons angesagtesten Hotspots. Doch als man sie beschuldigt, bei einer wahnsinnig eleganten Eröffnungsparty für einen großen Eklat verantwortlich zu sein, sehen sie sich einem Mediensturm ausgesetzt und werden schonungslos von Paparazzi verfolgt. Sie fliehen mittellos auf die glamouröse Spielwiese der Superreichen, an die Französische Riviera, wo sie einen Plan aushecken, um dort ihr gehobenes Leben in alle Ewigkeit weiter leben zu können!
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Das Schwimmen soll am besten erlernt werden, wenn man von jemanden einfach ins Wasser gestoßen wird. Ob das auch für bereits etablierte Serien gilt? Absolutely Fabulous gilt als Kult, aber die Serie, die zwischen 1992 und 2011 unregelmäßig von der BBC ausgestrahlt und produziert wurde, ist hierzulande eher ein Nischenformat. Das erstaunte es schon, dass Fox es versuchte und den ersten Film zur Serie hierzulande ins Kino brachte. Der Erfolg dieses Versuchs war gerade einmal bescheiden, auch wenn es Fans und Kenner der Vorlage gewiss gefreut hat. Aber ist Absolutely Fabulous – Der Film auch für die verständlich, die wie beim harschen Schwimmtraining unvermittelt ins Wasser geworfen werden?

Die überspitzten und vollends überzogenen Figuren sind schnell als Parodien auszumachen. Die Modebranche steht klar im Fokus und mit ihr auch alle Klischees, die hier teils genüssslich und wenig elegant durch exerziert werden. Da beginnt der Morgen erst einmal mit einer Botox-Spritze, die sich in Eigenregie (jahrelange Erfahrung macht es möglich) injiziert wird und eine Hand hält einfach immer das Glas Champagner und wenn nicht steht es stets in griffbereiter Nähe. Wer so Glamourös und Exzentrisch ist, versteht natürlich auch nichts von der Welt außerhalb von Vernissagen, After-Show-Partys und luxuriösen Brunchs. Mit dieser Fallhöhe agieren die beiden Hauptfiguren, Edina und Patsy, und ihre beiden Darstellerinnen (Joanna Lumley und Jennifer Saunders) machen rasch klar, dass sie diese Rollen beherrschen wie Paganini seine Teufelsgeige.

Daraus resultieren teils umwerfend komische Szenen und Momentaufnahmen, die den Zirkus der Promiwelt  genüsslich und ohne Scheu karikieren. Im Gegensatz zu den Zoolander-Filmen speist sich die Komik aber nicht nur aus der Dummheit und Ignoranz der Figuren, sondern – ganz britisch – verfügt auch über eine unschätzbare Demaskierung. Das Modegeschäft wird eben als solche entlarvt und die Wichtigkeit von Catwalks und exzentrischen Outfits als Nichtigkeit präsentiert, deren Relevanz letztlich nur von unreflektierten Selbstüberschätzern anerkannt wird.

Aufgehübscht wird das Ganze von diversen Gaststars, die sich meistens selbst parodieren. Großes Highlight ist so z.B. der Auftritt von Designer Jean-Paul Gaultier, der seinen modischen Stil in einer hinreißenden Szene definiert. Darüber hinaus sind die Auftritte diverse Prominente business as usual. Sie sind meistens komisch, meist aber aucch unbedeutend sowie rasch wieder vergessen, was auch daran liegt, dass sich viele britische Stars, die hierzulande vielleicht eher unbekannt sind, präsentieren.

Der Umgang mit der Modewelt, die Charaktere und Cameos machen aus Absolutely Fabulous – Der Film für Kenner der Serie gewiss ein wohliges Geschenk. Unwissende Zuschauer können aber auch gerne einen Blick riskieren. Sie erhalten eine kurzweilige und durchaus gepfefferte Parodie auf die Welt des Glamours und des Promiprunks und nach dem Film könnte die Neugier, sich die Serie anzusehen durchaus vorhanden sein. So gesehen hat die Produktion eine durchaus gute Arbeit geleistet, nämlich einen Film, der trotz klarer Bezüge zur Serie durchaus auch eigenständig, ohne die Wurzeln zu verleugnen,  funktioniert. Der ganz große Wurf ist Absolutely Fabulous – Der Film aber nicht.

Fazit

Wer die Serie kennt und schätzt sollte hier ein komplettes Verwöhnprogramm erhalten. Für wen "Absolutely Fabulous – Der Film" der Erstkontakt mit Edina und Patsy ist, erwartet hingegen nicht mehr und nicht weniger, als eine nette Parodie, voller Gaststars und teils durchaus amüsanter Überspitzungen.

Autor: Sebastian Groß

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