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Bei seinen alltäglichen Jagdtouren erlegt John Moon nicht nur das Rotwild, sondern auch ein junges Mädchen, die sich mit 100.000 Dollar im Gepäck im Wald versteckt hat. John nimmt sich dem Geld an, sein Leben jedoch wird mit dieser Entscheidung mehr und mehr aus den Fugen geraten...
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Kritik

Manchmal erschleicht einen das Gefühl, dass die filmische Aufbereitung der Vereinigten Staaten nur zwei extreme Pole bedient: Die Ober- und die Unterschicht, High Society und White Trash. Obwohl diese lapidare Annahme natürlich mühelos entkräften werden kann, finden wir uns mit David M. Rosenthals „A Single Shot – Tödlicher Fehler“ im amerikanischen Hinterland wieder und damit auch in der sozialen Schicht, die oftmals als reine Plattform prädestiniert für degenerierte Klischees angesehen wurde und wird. Aber ob nun die in maßgeschneiderte Anzüge gehüllte Schickeria oder die verdreckten Hillbillies im Fokus stehen, es ist doch letztlich immer nur eine Frage der Umsetzung, finden diese Klischees doch nicht selten ihren Ursprung in der Realität. „A Single Shot – Tödlicher Fehler“ aber gehört nicht zu den Filmen, die es vollbringen, ihren eigentlich abgedroschenen Habitus mittels inszenatorischer Wahrhaftigkeit zu kaschieren. Einen schlechten Film allerdings muss dieses Faktum immer noch nicht ausmachen.

„A Single Shot – Tödlicher Fehler“ nimmt sich einer uralten Prämisse an: Durch einen Zufall fällt einem Menschen ein beträchtlicher Batzen Geld in die Hände, allerdings öffnet ihm dieser sodann nicht die Pforten für ein unbesorgtes, im Luxus schwelgendes Leben, sondern eines voller Probleme und noch mehr Sorgen. Im Falle von „A Single Shot – Tödlicher Fehler“ ist das John Moon (Passend zum Nachnamen wieder als standhafte One-Man-Show-Versicherung engagiert: Sam Rockwell), der sich von der Zivilisation abgewandt hat und seine Freizeit damit vertreibt, in Gebieten zu jagen, in denen es nicht erlaubt ist. Als er eines Tages mal wieder bewaffnet durchs Dickicht streift und die Fährte eines Rehs aufgenommen hat, erwischt sein Schuss nicht das Rotwild, sondern eine junge Frau, die für sich und den 100.000 Dollar in ihrer Tasche einen sicheren Unterschlupf in den dichten Wäldern hat gesucht. Diese Grundsituation richtet „A Single Shot – Tödlicher Fehler“ innerhalb von 10 Minuten ein und etabliert John als einen Mann, der bereit ist das Geld zu nehmen und die Leiche verschwinden zu lassen.

Diese Ausgangslage ist natürlich auch eine Konstruktion, die die Ehrlichkeit des Zuschauers einfordert und ihm die gleiche Frage unterbreitet: Welchen Weg würdest DU einschlagen? Im Folgenden wird jedoch eine Kluft zwischen dem Gezeigten wie dem Konsumierenden anwachsen, weil „A Single Shot – Tödlicher Fehler“ weniger eine (selbst-)reflektorische Moralstudie darstellt, denn formalistische Thriller-Kost mit schwerfälligem dramatischen Impact. Natürlich muss diesem John Moon, ein therapiebedürftiger, vorbestrafter Einzelgänger, ein Familiendilemma angedichtet werden, aus dessen Klammergriff er sich doch eigentlich nur befreien möchte. Wohin die Reise gehen wird, ist früh ersichtlich – Ins Grab, wenn auch nicht im eigentlichen Sinne. Die klirrend-kalte, beinahe monochrome Farbprägung, sowie die delirierende Musik, die einen markanten Klangteppich der Verzweiflung webt, sorgen angesichts nebelverhangener Wälder für atmosphärische Einzelszenen, der Blick in die geschwundene Americana-Seele jedoch fällt denkbar abgehalftert aus.

Fazit

„A Single Shot – Tödlicher Fehler“ ist wohl vor allem als formelhaftes Thriller-Drama zu beschreiben, der seine Frage nach Moralvorstellungen nicht unbedingt tiefgehend erläutert, dafür mit einer bedrängend fröstelnden Bildsprache aufwartet, die einige atmosphärische Sequenzen nicht ausschließt. Der wie immer ausgezeichnete Sam Rockwell rettet den Film ins bessere Mittelmaß, während sich die verzerrten Sirenen von der Tonspur bis tief ins Mark bohren.

Autor: Pascal Reis

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