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Zu den Drahtziehern hinter den Terroranschlägen steckte nachweislich auch eine radikal islamistische Terrorzelle aus Hamburg, die den Behörden wohl bekannt war. Doch anstatt einzugreifen beschlossen die Geheimdienste erst einmal abzuwarten, was sich im Nachhinein als tödlicher Fehler herausstellte. Um solch eine Katastrophe in Zukunft zu vermeiden, arbeiten fortan staatliche und internationale Geheimdienste eng zusammen, um mögliche Terroristen schon frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen.
Aber wie weit darf man im Kampf gegen den Terror eigentlich gehen ? Diese Frage beschäftigt den Spion Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman), dessen Team des öfteren mit nicht ganz legalen Mitteln versucht an Informationen heran zu kommen. Als er mit dem Fall von Issa Karpov  (Grigoriy Dobrygin), einem vermeintlichen Terroristen der aus russischer Haft entflohen ist, um ein Deutschland Asyl zu suchen,  konfrontiert wird, befindet sich Bachmann plötzlich inmitten eines perfiden Gewirrs aus Lügen und Halbwahrheiten.
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Kritik

Nach „Dame, König, As, Spion“ wird nun erneut ein Roman des englischen Autoren John le Carré auf der Kinoleinwand zu sehen sein. In „A most wanted Man“ verschlägt es den Zuschauer jedoch nicht in die Zeit des kalten Krieges, sondern in die Moderne und den Kampf gegen den globalen Terrorismus. Abgesehen vom Setting bleibt Carré seiner Linie jedoch treu und so zeichnet sich auch „A Most Wanted Man“ vor allem durch intensive Dialoge und eine komplexe Geschichte aus, welche bis zur letzten Minute spannend bleibt. Gleichzeitig sollte man sich jedoch darauf einstellen, dass es sich hier wirklich um einen klassischen Politthriller handelt. Wer also Feuergefechte und kernige Actioneinlagen erwartet, der wird hier keine große Freude dran finden.

Die Frage, welche wie eine dunkle Wolke über dem gesamten Film schwebt, ist natürlich, ob Philip Seymour Hoffman in seiner letzten Rolle als Schauspieler überzeugen kann. Günther Bachmann ist ein chronischer Trinker, Raucher und ein Mann, dessen Weltanschauung mehr als düster ist. Als Spion ist er gezwungen täglich in einem Netz aus Lügen zu wandeln, denn selbst in den eigenen Reihen kann er nur wenigen vertrauen. Hoffman verkörpert diese Rolle grandios, auch wenn es schon fast eine tragische Komik hat, dass jene Filmfigur sich gar nicht mal so sehr vom echten Hoffman unterscheidet und man sich des öfteren fragt, ob der Husten und das schwere Atmen nun Teil der Rolle sind, oder nicht. Dennoch, Hoffman hinterlässt eine würdige letzte Performance und beweist damit erneut, dass er viel zu früh von uns gegangen ist.

Auch der restliche Cast kann sich sehen lassen, sei es die deutsche Fraktion um Nina Hoss und Daniel Brühl, oder die internationalen Stars, à la Rachel McAdams und Willem Dafoe. Solch herausragende Schauspieler sind bei dem Script auch nötig, denn wie bereits im Vorfeld erwähnt, ist das Tempo des Filmes eher gemächlich.

Damit währen wir auch schon beim größten Kritikpunkt der Romanverfilmung, denn anders als noch in „Dame, König, As, Spion“ fehlt es hier an einer unmittelbaren Bedrohung. Weder Issa Karpov, noch der vermeidliche Drahtzieher Dr. Abdullah (Homayoun Ershadi) strahlen eine potentielle Gefahr aus und die Atmosphäre innerhalb der Behörden kann man im Verlauf des Filmes nur als tiefenentspannt bezeichnen. Die Bedrohung findet eher auf einer subtileren Ebene statt, die jedoch nicht den gesamten Film über trägt.

Fazit

Philip Seymour Hoffman beweist mit seiner letzten Performance in einer Hauptrolle eindrucksvoll, dass er eine große Lücke in Hollywood hinterlässt, die es erst einmal zu füllen gilt. Doch leider macht ein guter Schauspieler, oder in diesem Fall ein gutes Ensemble, noch lange keinen guten Film aus.

Was in der Novelle funktionieren mag, hinterlässt in 120 Minuten Film leider einen faden Nachgeschmack, denn die Geschichte plätschert eher gemächlich vor sich hin, ohne jemals konkret an Fahrt zu gewinnen. Zwar reißen es die guten Dialoge und die herausragenden Darsteller am Ende doch noch raus, doch als Nachfolger vom großartigen „Dame, König, As, Spion“ kann der Film dann doch nicht zu 100% überzeugen.

Autor: Sebastian Pierchalla

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