{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

"I hate the prequels"

Noergolas

Von Noergolas in Die unangenehme Anbiederungstaktik von Star Wars: Episode VII

"I hate the prequels" Bildnachweis: The Walt Disney Company / Alles echt: Das Erwachen der Macht setzt zur Freude von Fans wieder auf handgemachte Effekte.

Es ist nicht das erste Mal, dass der britische Komödiendarsteller seine Abneigung für die Star-Wars-Prequels ohne falsche Scheu herausposaunt. Erst vor kurzem erstellte er im Rahmen eines Interviews zu Mission: Impossible - Rogue Nation ein persönliches Ranking aller sechs Filme. Als er gebeten wurde, ein abschließendes Statement abzugeben, fiel ihm anscheinend nur eins ein: "I hate the prequels". Nun hat jeder, ob nun Schauspieler oder nicht, das Recht seine Meinung kundzutun - nur wird das zum Problem, wenn die Person maßgeblich an der Produktion eines Nachfolgefilms beteiligt ist. In Das Erwachen der Macht hat Pegg einen bisher noch unbekannten Cameo-Auftritt und angeblich stand erJ.J. Abrams sogar als Berater für so manche kreative Entscheidung zur Seite. Sicher sind nicht alle seine Äußerungen wörtlich zu nehmen, aber George Lucas' Schaffen mit Kindsmord zu vergleichen, hat den Rahmen nun endgültig gesprengt.

Es scheint also, als ob der Hass für die Episoden I-III noch immer heißer brennen würde als die Liebe für IV-VI - und auch das bisherigen Marketing für Das Erwachen der Macht scheint zu bestätigen, dass der Schock über die Prequels sechzehn Jahre nach der Veröffentlichung von Die dunkle Bedrohung und zehn nach dem Trilogie-Abschluss Die Rache der Sith den Star-Wars-Nerds noch immer tief in den Knochen sitzt. Während J.J. Abrams klugerweise den Mantel des Schweigens über seine Meinung zu den neuen Episoden gehüllt hat, sprechen die bisherigen Trailer und vor allem das bei der diesjährigen Comic-Con veröffentlichte Reel eine deutliche Sprache.

"Real sets, practical effects..." sind dort die ersten (von Mark Hamill) gesprochenen Worte und rücken noch einmal überdeutlich in den Mittelpunkt: Abrams und sein Team möchten sich von der CGI-Lastigkeit der Prequels verabschieden und zum alten Star-Wars-Look zurückkkehren: eine Galaxie der bunten Uniformen, des staub- und standverkrustetem Metalls und jetzt auch der auf Wüstenplaneten versackten Sternenzerstörer. Star Wars erstrahlt nicht mehr im polierten Hochglanz von Senatssälen, sondern fühlt sich wieder gebraucht, schmuddelig und doch stets faszinierend futuristisch an. Und um dieses Gefühl zu rekreieren, kommen wieder reichlich Masken, Stunts und selbstgebaute Kulissen zur Verwendung. "The old ways of doing things", wie Chewbacca-Darsteller Peter Mayhewes später im Video auf den Punkt bringt.

Als jemand, der selbst kein Fan der Star-Wars-Prequels ist und die Karten für die Mitternachtspremiere von Das Erwachen der Macht bereits in seinem Besitz hat, liegt mir nichts ferner, als diese Entscheidung zu kritisieren. Zwar setzt die Handlung des neuen Films viele Jahre nach den Ereignissen von Die Rückkehr der Jedi-Ritter ein und es wäre durchaus spannend gewesen, hätte man visuell erneut einen neuen Schritt gewagt, aber als Fan und Nostalgiker ist es andererseits auch viel zu schön, sich beim Betrachten der Trailer wieder in die alte Trilogie und damit in Kindheitstage zurückversetzt zu fühlen. Und wenn J.J. Abrams mit seinen bisherigen Regie-Arbeiten eines bewiesen hat, dann, dass er nichts so sicher beherrscht wie die Kunst der Imitation.

Wird geladen...