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"Digger" als Schwanengesang: Eine Ära bei Warner endet – zwei wichtige Filmchefs gehen

Stu

Von Stu

Quelle: Variety
Bildnachweis: © Warner | Szene aus "Digger"

Michael De Luca und Pamela Abdy verlassen Warner. Das berichten Variety und Puck übereinstimmend. Das Duo leitete seit 2022 die Filmsparte und prägte damit maßgeblich das Kinoprogramm des Studios. Nach der geplanten Übernahme durch Paramount werden beide nicht Teil der neuen Führung sein. Künftig sollen Josh Greenstein und Dana Goldberg die Filmsparte beider Studios verantworten.


Warner setzte unter De Luca und Abdy auf große Regienamen



De Luca und Abdy waren für Warner wichtige Figuren bei der Auswahl und Finanzierung neuer Filmprojekte. Beide verfügen über langjährige Erfahrung als Produzent*innen und enge Kontakte zu Hollywoods Filmschaffenden. Unter ihrer Leitung setzte Warner verstärkt auf große Regienamen und finanzierte unter anderem Projekte von George Miller, Bong Joon Ho, Paul Thomas Anderson, Maggie Gyllenhaal und Alejandro G. Iñárritu.


Diese Strategie war mit erheblichen Risiken verbunden, brachte Warner aber auch große Erfolge. Blood & Sinners von Ryan Coogler entwickelte sich zum Kinohit, während Ein Minecraft Film ebenfalls hohe Einnahmen erzielte. Hinzu kam ein herausragendes Abschneiden bei den Oscars: Warner erhielt 11 Auszeichnungen bei 30 Nominierungen. One Battle After Another gewann unter anderem den Preis für den besten Film.



Bemerkenswert ist der Abschied auch deshalb, weil die Verträge von De Luca und Abdy erst Ende 2025 verlängert worden waren. Damals hatte Warner mit Blood & Sinners, Ein Minecraft Film und Weapons mehrere erfolgreiche Kinofilme vorzuweisen. Mit der Fusion von Warner und Paramount ändert sich nun jedoch die Führungsstruktur. Greenstein und Goldberg sollen künftig für die Filme beider Studios zuständig sein. Geplant sind rund 30 Kinofilme pro Jahr.


"Digger" als Schwanengesang für eine interessante Warner-Ära


Der letzte Warner-Film aus der Amtszeit von De Luca und Abdy wird Digger von Alejandro G. Iñárritu. Das rund 180 Millionen Dollar teure Projekt mit Tom Cruise steht exemplarisch für ihren Kurs: Statt sich auf etablierte Marken zu beschränken, gab Warner auch ambitionierten Originalstoffen namhafter Regisseur*innen große Budgets. Bei der Premiere bedankte sich Cruise ausdrücklich bei beiden und hob hervor, wie schnell sie sich für das Projekt entschieden hatten.



Aktuell deutet allerdings wenig darauf hin, dass Digger an den Kinokassen zum Erfolg wird. Auch die Reaktionen auf den Film fallen bislang geteilt aus. Ob die schwachen Aussichten eine Rolle bei der Entscheidung gegen De Luca und Abdy spielen, ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass ihre Bilanz neben großen Erfolgen auch kostspielige Rückschläge umfasst. Filme wie Furiosa, Mickey 17 oder The Bride! waren künstlerisch hochinteressant, blieben kommerziell aber teils deutlich hinter den Erwartungen zurück.


Mit De Luca und Abdy verliert Warner somit zwei Führungskräfte, die das Filmangebot des Studios in den vergangenen Jahren deutlich geprägt haben. Ihre Bilanz umfasst große Erfolge ebenso wie teure Produktionen, die hinter den Erwartungen zurückblieben. Welche Rolle große Originalfilme und die Zusammenarbeit mit renommierten Regisseur*innen unter der neuen Führung spielen werden, muss sich nach der Fusion zeigen. Ob De Luca und Abdy noch für eine Übergangsphase bei Warner bleiben, ist derzeit offen.

Möchtest du mehr wissen? Warner macht aus schlechten "Digger"-Kritiken Werbung: Tom Cruises neuer Film spaltet die Presse:
Warner macht aus schlechten "Digger"-Kritiken Werbung: Tom Cruises neuer Film spaltet die Presse moviebreak.de

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