Wer für das teuerste Abo von Disney+ zahlt, muss offenbar weitere Einschränkungen bei der Bildqualität hinnehmen. Nach Berichten wurde nun auch das reguläre HDR10 aus dem Premium-Tarif entfernt. Damit verschlechtert sich die technische Ausstattung des Angebots erneut – ohne offizielle Ankündigung an die Abonnenten.
Bereits seit Anfang Dezember 2025 sollen Inhalte bei Disney+ nicht mehr in Dolby Vision oder HDR10+ verfügbar sein. Nun fällt offenbar auch HDR10 weg – jenes Format, das bislang als Mindeststandard für hochdynamische 4K-Wiedergabe im Premium-Abo galt.
Kritik an sichtbaren Qualitätsverlusten
Das Portal 4KFilme machte auf den Wegfall aufmerksam und testete verschiedene Filme und Serien auf mehreren 4K-fähigen Fernsehern. Laut Bericht sei das Bild teils „übersät mit Pixelfehlern und Kompressionsartefakten“. Vermutet wird, dass Probleme beim Herunterrechnen von erweitertem Dynamikumfang auf den Standardbereich zu diesen Bildfehlern führen.
Auffällig ist, dass Disney+ seine Informationsseiten zwar angepasst und Hinweise auf HDR10-Qualität entfernt hat. Eine ausdrückliche Kommunikation über die Leistungsreduzierung erfolgte bislang jedoch nicht. Bestands- und Neukunden zahlen weiterhin 15,99 Euro pro Monat für das Premium-Abo – bei offenbar reduziertem Funktionsumfang.
Hängt die Änderung mit einem Rechtsstreit zusammen?
Im Raum steht ein möglicher Zusammenhang mit einem Patentstreit. Das Unternehmen InterDigital hatte eigenen Angaben zufolge Ende November 2025 vor dem Landgericht München einen juristischen Erfolg gegen Disney erzielt. Demnach wurde dem Konzern die Nutzung bestimmter HDR-Technologien untersagt.
Ob die Anpassungen bei Disney+ tatsächlich auf dieses Urteil zurückzuführen sind, ist bislang nicht bestätigt. Disney hat entsprechende Nachfragen bisher nicht beantwortet.