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Später Schachzug: Ehemalige Großmeisterin verklagt Netflix für "Das Damengambit"

DomKarnage

Von DomKarnage

Quelle: Spiegel
Bildnachweis: © Netflix | Werbemotiv zu "Das Damengambit"

Das Damengambit gehörte letzten Herbst zu den mit Abstand größten Überraschungserfolgen von Netflix.  Ganze 62 Millionen Haushalte sollen die Miniserie um Anya Taylor-Joy (Last Night in Soho) laut Angaben des Streaminganbieters in den ersten 28 Tagen seit Erscheinen gesehen haben. Auch wenn man diese Zahlen angesichts der Handhabung durch Netflix, die zwei Minuten Wiedergabe bereits als "angeschaut" werten, erfreute sich die Serie großer Beliebtheit, wurde von Kritikerlob überschüttet und ließ dabei selbst die Konkurrenz von The Mandalorian hinter sich.

Jemand, der allerdings weniger angetan scheint von diesem Triumpfzug, ist die Schachgroßmeisterin Nona Gaprindaschwili. Diese fühlt sich offenbar durch ihre Darstellung in der Serie verleumdet und reichte nun eine Klage in Höhe von fünf Millionen US-Dollar gegen Netflix ein. Gaprindaschwili tauchte zwar in Das Damengambit überhaupt nicht als Person auf,  in der letzten Episode während des finalen Schachturniers wird allerdings von einem Kommentator ihr Name kurz erwähnt. Dort sei, wie es in der Anklageschrift heißt, fälschlicherweise behauptet worden, dass sie nie gegen Männer gespielt habe. Ihrer Aussage zufolge sei Nona Gaprindaschwili aber in Wahrheit gegen viele männliche Gegner angetreten und habe auch ganze 28 davon besiegt. Laut ihrem Anwalt empfinde man dasals "grob sexistisch und herablassend" sowie die Verfälschung ihrer Leistungen als"schamlos und absichtlich". Obendrein stört sich die die inzwischen 80-jährige ehemalige Schachgroßmeisterin offensichtlich daran, dass man sie als fälschlicherweise auch als Russin dargestellt habe, obwohl sie gebürtig aus Georgien stamme.

Seitens Netflix äußerte man in einem Statement bereits größten Respekt gegenüber Nona Gaprindaschwili, die im Alter von 20 Jahren  Großmeisterin wurde, ihren Titel in den darauffolgenden Jahrgängen ganze vier Mal verteidigen konnte und 1978 als erste Frau überhaupt zur Großmeisterin ernannt wurde. Zugleich weist der Streamingriese aber die Vorwürfe als wertlos zurück und versichert ernergisches Vorgehen gegen die Anklage. Ob diese Erfolg haben wird oder aber ob der Rechtsstreit ähnlich wie der gegen die Conan Doyle Estate aufgrund von Enola Holmes vorzeitig beigelegt wird (mehr dazu hier), bleibt abzuwarten.

Könnt ihr die Klage nachvollziehen?

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