Bildnachweis: © Quibi | Motiv von Quibi

Toothless bites and no stories: Streaming Platform Quibi schließt seinen Dienst!

von Thomas Repenning

"quick bites and big stories" sollte es geben, doch wie nun das Wall Street Journal berichtet, schließt der neue Streaming Dienst Quibi nach nur sechs Monaten seinen Dienst. Nachdem zuletzt Jeffrey Katzenberg verzweifelt einen weiteren Finanzier gesucht hatte - wir erinnern uns, die Plattform hatte schon über 1 Milliarde an Kapital gesammelt - und die Abo-Zahlen immer weiter schrumpften, sind nun Konsequenzen gezogen worden.

Nach dem Bericht haben Katzenberg und CEO Meg Whitman am Mittwoch einen Investor angerufen, um zu bestätigen, dass der Dienst nach weiteren Überprüfungen und Ratschlägen eines externen Restrukturierungsunternehmens eingestellt wird. Zuletzt war wohl sogar eine Kaufoption - u.a. von pple, WarnerMedia und Facebook - im Gespräch. Hier wollte wohl aber kein Großinvestor übernehmen. Auch NBCUniversal erteilte eine Absage, nachdem diese festgestellt hatten, dass die Rechte der meisten Shows gar nicht bei Quibi liegen.

Denn im Gegensatz zu den meisten Streaming-Plattformen oder -Netzwerken besitzt Quibi keinen seiner Inhalte mit großem Budget. Trotz der Ausgabe von meist 100.000 US-Dollar pro Minute, verfügt der Dienst meist nur eine siebenjährige Lizenz. Nach rund zwei Jahren konnten die Inhaltsinhaber ihre Shows sogar schon auf anderen Plattformen anbieten. Bei seinem Start im April hatte Quibi ungefähr 50 Originaltitel, darunter verschiedene Reality-Serien mit Jennifer Lopez, Chrissy Teigen und Chance the Rapper, sowie eine Reihe wichtiger Filme, darunter Sam Raimis 50 States of Fright, Liam Hemsworths Most Dangerous Game, Anna Kendricks Dummy, Kevin Harts Die Hart sowie das Comeback von Reno! 911. Ob die Shows nun bald wo anders zu sehen sein werden, ist sehr wahrscheinlich.

Was haltet ihr von der ganzen Sache?

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