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Zlatan Ibrahimovic und seine Art Fußball zu spielen sind einzigartig und haben ihn zu einem der erfolgreichsten und besten Fußballer gemacht, die dieser Sport jemals hervorgebracht hat. Das exklusive Biopic ZLATAN blickt hinter die Kulissen und zeigt in seltenen Aufnahmen die Reise dieses Ausnahmefußballers, von den Anfängen in Malmö als junges, talentiertes aber auch ungeduldiges Talent bis hin zum globalen Superstar, der weltweit die Massen in seinen Bann zieht. Zlatan Ibrahimovic ist eine Weltmarke und Rätsel zugleich. ZLATAN bietet nun erstmalig einen Einblick in das Leben des polarisierenden Ballvirtuosen und zeigt, wer er wirklich ist.

Kritik

„There's only one Zlatan.“Es gibt nur einen Zlatan. Man ist diese markigen Sprüche vom schwedischen Fußballer Zlatan Ibrahimovic inzwischen weitreichend gewöhnt; sie sind, neben seinen fußballerischen Qualitäten, sein Markenzeichen geworden. Und wenn man Glück hat, findet man auch durchaus amüsiertes Gefallen daran, wenn der hochgewachsene Ballvirtuose Sachen wie „Glaubst Du an Gott, dann glaubst Du an Zlatan.“ direkt in Richtung Kamera raunt. Dass dieser narzisstische Gebaren selbstverständlich nur auf einer sich mit Genuss selbst-zelebrierenden Attitüde basiert, sollte all denjenigen bewusst gemacht werden, die sich in diversen Internetforen lauthals darüber echauffieren, mit was für einem breitbeinigen Übermut Ibrahimovic durch die Welt- und Mediengeschichte schreitet. Natürlich muss man ihn, neben seiner unzweifelhaften Klasse auf dem Platz, nicht mögen, seinen Provokationen auf den Leim zu gehen, wäre jedoch ein Schnitt ins eigene Fleisch.

Um sich um Stück weit mehr mit Zlatan Ibrahimovic auseinanderzusetzen, empfiehlt es sich, die Dokumentation Zlatan: Ihr redet, ich spiele zu sehen. Fredrik und Magnus Gertten vollbringen es sehr akkurat, auch wenn dies nun nach Plattitüde klingen mag, einen Blick hinter den von Schlagzeilen und Kontroversen begleiteten Sportler zu werfen, um den Mensch, statt die Marke Ibrahimovic, zu beleuchten. Zuerst einmal muss man dafür jedoch akzeptieren, dass Ibrahimovic immer eine Person bleibt, die sich – zum Glück – nicht vollends entschlüsseln lässt, was sicherlich auch einen nicht unwesentlichen Teil seines kantigen Charisma unterstreicht. Die Gebrüder Gertten aber zeichnen den sportlichen Werdegang des Schweden vom FC Malmö bis zur alten Dame, Juventus Turin, seiner ersten Station in Italien, nach, um anhand dieser Karriereetappen das private Wesen von Ibrahimovic an die Oberfläche zu tagen.

Schwerpunkte bilden hierbei seine Zeit in Schweden und Holland, als er für Ajax Amsterdam, eine der bedeutsamen Talentschmieden im europäischen Profifußball, auf Torjagd ging, von den Fans ausgebuht und bejubelt wurde und endgültige in Erfahrung brachte, dass Fußball nicht nach dem „O Sole Mio“-Prinzip funktioniert, wenngleich ihm abseits des Stadions genau das immer wieder zu schaffen gemacht hat. Mittels Archiv- und Spielaufnahmen findet Zlatan: Ihr redet, ich spiele durchaus von Sensibilität signierten Zugang zu der in der Öffentlichkeit durch sein überdimensionales Ego so strahlenden Persönlichkeit, und trifft Zlatat in seiner Einsamkeit, in seinem Erwartungsdruck, in seinem unbändigen Temperament, welches ihn nicht nur zu memorablen Traumtoren verleitet (wie beispielsweise seinen Fallrückzieher in der Testpartie gegen England, den er aus fast 30 Metern verwandelte), sondern auch zu groben Unsportlichkeiten und innerer Unruhe. „There's only one Zlatan.“ Und er ist aus Fleisch und Blut. 

Fazit

Fans und Nicht-Fans von Zlatan Ibrahimovic dürfen sich freuen: Die Dokumentation Zlatan: Ihr redet, ich spiele bietet für alle gemeinschaftlich etwas. Es mag plattitüdenhaft anmuten, aber der Blick hinter das augenscheinlich arrogante Gehabe wird hier einem sehr sensibel geschilderten Reifeprozess unterstellt, welcher zu einem über 100 Minuten erstreckenden Porträt herangedeiht, in dem man Zlatan nicht nur in seinen breitbeinigen Attitüden erfährt, sondern auch in seiner Menschlichkeit.

Autor: Pascal Reis

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