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Nick Wild hat es satt: Seit Jahren schlägt sich der ehemalige Söldner als Detektiv und Gelegenheitsbodyguard im Zockerparadies Las Vegas durch, obwohl er doch am liebsten sofort nach Korsika auswandern würde. Dafür fehlt allerdings das nötige Kleingeld. Als ihn eines Tages seine Ex-Flamme Holly übel zugerichtet um Hilfe anfleht, wird er schneller als ihm lieb ist in ein schmutziges Spiel mit dem einflussreichen Danny DeMarco hineingezogen. Die Männer DeMarcos im Nacken, stürzt sich Nick Wild tief in die Abgründe von Las Vegas und entfesselt eine gefährliche, alte Leidenschaft.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Es mag schon ein wenig ironisch sein, dass der neue Film von Jason Statham und Regisseur Simon West den Titel „Wild Card“ trägt. Immerhin sind beide nun wahrlich keine Joker oder richtige Überraschungen mehr im Filmbusiness. Zwar konnte die fruchtbare Zusammenarbeit der beiden („The Mechanic“ und „The Expendables 2“) gerade West aus seinem Dauertief heraus holen (was ist nur aus den Zeiten von „Con Air“ geworden?), doch irgendwie fehlt einfach das gewisse Etwas. Es kracht an allen Ecken, Statham tritt wie gewohnt kräftig zu, doch der Zuschauer bleibt befremdlich außen vor. Und auch im neuen Rache- Hoffnung- und Erlösungs-Thriller von Autor William Goldman (der auch das gleichnamige Buch zum Film schrieb und eine wahre Legende ist – zwei Oscars für „Butch Cassidy and the Sundance Kid“ sowie „Die Unbestechlichen“), bleibt somit ein fader Beigeschmack zurück. Die Action bleibt gewohnt gradlinig, hart und tatsächlich überraschend. Doch Story, Charaktere und darstellerische Leistungen liefern einzig ein B-Movie Ergebnis ab, welches gerade so noch für das Heimkino geeignet ist. Schade, denn Jason Statham bleibt weiterhin einer der coolsten One-Liner und Hau-Drau-Spezialisten des Genres.

Somit besitzt „Wild Card“ vor allem ein positives Argument: Jason Statham. Natürlich ist auch die Rolle des Nick Wild so beliebig austauschbar wie seine früheren Rollen von abgebrannten Losern ohne Perspektive oder kühl berechnenden Profis. Doch Fans des Genres stört so etwas nicht im Geringsten. Und dank Fight Choreograf Ron Yuan ist besonders die Action in „Wild Card“ über jeden Zweifel erhaben. Allerdings besitzt der Film eine vollkommen andere Ausrichtung, sodass gerade die geforderte Action nur ein Nebeneffekt ist. Viel eher setzt Autor William Goldman auf das Element Rache in seiner eher behäbigen Form. Wo so Nick seiner Freundin Holly (Dominik García-Lorido) zur Hilfe eilt, verpasst es Regisseur Simon West einen gradlinigen Actioner zu offenbaren. Zu viele Nebenplots, unzählige Figuren (so ein viel zu kurzer Auftritt von Stanley Tucci als Baby, der schon etwas weh tut) sowie der Wechsel zwischen Thriller, Action, Drama und Zocker-Film, machen es dem Zuschauer unmöglich einen wirklichen Zugang zu Nick Wild zu finden.

Besonders schlimm hat es aber Milo Ventimiglia ("Heroes") als Bösewicht Danny DeMarco getroffen. Zugegeben, nicht jeder Film muss einen Nemesis besitzen, doch wie „Wild Card“ im Laufe der Handlung mit seinen Figuren umgeht, stimmt einen an vielen Stellen schon etwas nachdenklich. Sogleich ist auch das Finale ein zweischneidiges Schwert, welches zwar für Nick Wild einen schönen Abschluss bedeutet, für den Zuschauer aber eher ein Ärgernis und viel zu überhasteter Abschluss. Was will uns somit Jason Stathams Figur eigentlich sagen? Mal verliert man, mal gewinnt man. So plakativ und oberflächlich bleibt eben auch der Film selbst.

Fazit

Die Verbindung Simon West und Jason Statham ließ durchaus aufhorchen. Was uns nun aber mit „Wild Card“ vorgespielt wird, ist alles andere als ein Genre-Reißer mit gehörig Action. Viel eher setzt der Film auf eine vielschichtige Erzählstruktur, die jedoch zu keinem wirklichen Ergebnis kommt. Dies zusammen mit flachen Charakteren und einem überhasteten Abschluss, ergibt ein eher mittelmäßiges Kino-Vergnügen. Schade, denn gerade Autor William Goldman kann deutlich mehr.

Autor: Thomas Repenning

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