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Die Walt Disney Studios wurden durch ihre unzähligen Beiträge zum märchenhaften Kinovergnügen fast unsterblich, mussten sich aber eingestehen, dass der Stoff zum Träumen Mitte der 90er Jahre allmählich an Aktualität verlieren sollte. Deswegen gaben sie einen Film in Auftrag, der die Kinowelt grundlegend verändern sollte. So veröffentlichten die Pixar Animation Studios nach bemerkenswerten Kurzfilmbeiträgen 1995 mit „Toy Story“ den ersten vollständig computeranimierten Spielfilm.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

In Andys Kinderzimmer ist das Westernheld-Spielzeug Woody der Herr im Haus, bis bei der Familie ein Umzug ansteht und Andy kurz davor Geburtstag hat. Er bekommt als besondere Überraschung eine Buzz Lightyear-Actionfigur geschenkt, die mit allem möglichen Technikschnickschnack ausgerüstet ist. Woody wird eifersüchtig, weil Buzz von seinen Spielzeugkollegen sowie Andy vom Lieblingsspielzeugthron gestoßen wird. Als Buzz versehentlich aus dem Fenster fällt, wird Woody von den Kameraden Absicht unterstellt und aus der Gruppe ausgestoßen – einziger Ausweg für ihn ist, Buzz noch vor dem Umzug zurückzubringen.

Man mochte es kaum glauben, aber Disney kann doch anders. Mit Pixar hatte das altehrwürdige Zeichentrickstudio ein ganz heißes Eisen im Feuer. Nicht nur, dass der Schritt von handgezeichneten Szenen zur Computertechnik ein ziemlich riskanter gewesen war, sondern auch die Tradition im Mickey Maus-Universum neue Blüten tragen sollte. Schön und gut, dass Disney mit ihren Releases alten Fans altbekannte Muster nicht unterschlagen wollten, aber neues Publikum zu erreichen war schon Mitte der 90er nicht mehr ganz so einfach. Der Computer als neues Medium war ein gewagter Schritt, funktionierte aber wegen der Detailfülle sehr gut. „Toy Story“ ist durchaus kindgerechte Standardunterhaltung, frischt aber das Disney-Portfolio durch eine gewisse Frechheit völlig neu auf.

Dass indes die Story ein wenig braucht, um sich zu entfalten, kann man der relativen Unerfahrenheit von Pixar zuschreiben. Dennoch ist die Geschichte kein Rohrkrepierer geworden, weil sie in die Tradition von Disneys Zeichentrickära modernere Züge offenbart. Recht fix wird der Überraschungsmoment von lebendigen Spielzeugen ausgepackt, damit die Spielzeit für die spätere Aussage sinnvoll genutzt wird. Wie erwähnt dauert das seine Zeit, aber Geduldige werden letztlich mit einem krachigen Finale entlohnt. Dabei ist auffällig, wie sehr Pixar seinerzeit noch ehrfürchtige Verbeugungen vor seiner Mutterfirma machte. Da durfte Randy Newman musikalisch noch so viel dazu beisteuern, um Musical-ähnlich einschlägige Gesangsstücken einzuflechten, was für den Film nicht gerade dienlich gewesen ist. Buzz´ Selbsterkenntnis wird so zu einer überdramatisierten Drehbuchfinte hochgespielt, was in der Gesamtbetrachtung nicht einmal nötig gewesen wäre und im CGI-Universum sogar sehr deplatziert wirkt.

Die Figuren passen dagegen wie die Faust aufs Auge, da sie in ihrer Ungewöhnlichkeit neue Wege geebnet haben. Pixar brauchte kein Märchenland oder orientalische Wüstenstriche mehr, um Faszination zu erzeugen, sondern lediglich kleinere Dimensionen nachbarlicher Kleinstadtidyllen. Der Garten des fiesen Nachbarkids wird zum großen Spielplatz erkoren, und ein spaciges Pizzarestaurant verwandelt das menschliche Bedürfnis nach Andersartigkeit in einen großen Raumhafen für den pflichtbewussten Raumschiffpiloten. Solche Ideen bieten trotz altbekannten Rahmenbedingungen viel Platz für fantastische Szenarien. Wo Pixar letztlich noch ein paar groteskere Ideen auspackt, ist im „Feindesland“, wenn sich Woody und Buzz den grausigen Kreationen des (zugegebenermaßen etwas stereotypen) bösen Nachbarn gegenüber sehen. Die sorgen tatsächlich für Disney-untypische Angstmomente und hebt sich angenehm von früheren Feindbildern ab. Letztlich werden diese wiederum dazu benutzt, um eine kleine, aber feine Moral im Film unterzubringen.

Fazit

Das Erstlingswerk für die Kinos hatte Pixar schnell in den Olymp erfolgreicher und anspruchsvoller Filmemacher erhoben. Nicht ganz zu unrecht, denn neben dem technischen Staunfaktor brachte die Geschichte neues Blut in die angestaubte Routine der alten Disney-Werke, auch wenn Pixar dann doch noch ein wenig altes Feeling hineinbrachte. Man bemerkt regelrecht, wie sich das Studio in ihr erstes großes Projekt reingefuchst hatte und ließ so durchblitzen, welches Potenzial gerade in späteren Pixar-Filmen stecken kann.

Autor: Sascha Wuttke

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