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Der Buchhalter Eric steck tief in der Midlife-Crisis, findet aber neues Selbstvertrauen, als er der Herrenmannschaft der lokalen Synchronschwimmer beitritt, die gerade für die Weltmeisterschaften in Mailand trainiert.

Kritik

Eric (Rob Brydon) ist in der Midlife-Crisis angelangt: In seinem eigenen Dasein kann er keine Bedeutung mehr entdecken, sein Beruf ödet ihn an und auch in der Ehe läuft es alles andere als rosig. Erlösung findet er nicht in teuren Statussymbolen, einer Therapie oder ähnlichem, sondern schlicht in einem für viele etwas ungewöhnlichem Hobby. Er schließt sich dem örtlichen Amateur-Schwimmclub an, wo er nicht nur neue Freunde findet, sondern auch seinen Kampfgeist wiederentdeckt.  Langsam arbeitet sich das Team hoch und kann große Erfolge erringen. Große Erfolge erringt Eric zunehmend auch in seinem Privat- und Berufsleben, das er allmählich aktiver zu gestalten beginnt. 

Oliver Parker (Ein perfekter Ehemann) ist mit Swimming with Men eine angenehm zurückhaltende Komödie geglückt, die einfühlsam mit den Gefühlen des Protagonisten hantiert, ohne ihn ausschließlich mit Samthandschuhen anzurühren. Hier werden keine wirren Männlichkeitsphantasien reproduziert, noch wird der alternde Mensch als Auslaufprodukt gedacht, sondern eine Liebeserklärung an die heilende Wirkung eines Hobbys ausformuliert, das auch Arbeit an sich selbst bedeuten kann. Eric zieht es aus seiner privaten Trauer zurück in die Gemeinschaft, in der jede Bewegung abgestimmt und jede Schwäche eines Schwimmers, die Schwäche des ganzen Teams bedeutet. 

Frei von Selbstmitleid und stets mit einem lachenden Auge gelingt es dem Film, die Situation ernstzunehmen und Wert in einem Hobby zu erkennen, das dem üblichen Klischee eines maskulinistischen Sinneswandelns während der Midlife-Crisis wiederspricht. Im Gegenteil: Eric und seine neuen Freunde gehen voll und ganz in einem grazilen und wenig populären Sport auf, der hier nie der Lächerlichkeit preisgegeben und stattdessen in seiner Schönheit erkannt wird. Schleppend wird es lediglich, wenn man sich gerade zum Ende hin ein wenig zu sehr in konventionelle Erzählstrukturen begibt und auch ästhetisch kaum mit neuen Ideen aufwarten kann. 

Fazit

"Swimming with Men" ist eine charmante Komödie, die sich als Liebeserklärung an die heilende Wirkung eines neuen Hobbys verstehen lässt. Anstatt Profilierung in maskulinistischen Motiven zu suchen, findet der Film die Erlösung von der Midlife-Crisis in einem wenig aufbrausende, dafür jedoch schönen Hobby, das eine Rückkehr aus den privaten Problemen in die Gemeinschaft ermöglicht.

Autor: Maximilian Knade

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