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Inhalt

Schneewittchens Vater ist spurlos verschwunden. Hinter der Stiefmutter Regina verbirgt sich eine böse Hexe, die den König entführt hat. Sofort macht sich Schneewittchen auf die Suche nach ihrem geliebten Vater und nimmt dabei versehentlich Reginas rote Zauberschuhe mit. Diese Schuhe haben unerwartete, magische Kräfte und verleihen der bösen Hexe eine unvergängliche Schönheit. Nun verwandeln sie auch Schneewittchens Aussehen so sehr, dass sie sich, um unerkannt zu bleiben, als Rotschühchen ausgibt. Ohne Zuhause, ohne Vater und auf der Flucht vor ihrer bösen Stiefmutter, findet Rotschühchen Unterschlupf und Hilfe bei den Sieben Zwergen. Was sie allerdings nicht weiß: Auch die Sieben Zwerge sehen in Wirklichkeit ganz anders aus. Sie sind eigentlich die im Königreich bekannten Prinzessinnenretter „Die Furchtlosen Sieben“, die mit einem Fluch belegt wurden. Nur durch den Kuss der schönsten Frau der Welt, können sie diesen Bann brechen...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Die Welt der Animationsfilme ist mittlerweile wahrlich ein buntes Potpourri geworden. Da haben wir tierische Abenteuer aus Dänemark (Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne), verspielten Märchen-Kitsch aus Russland (Die Schneekönigin 4: Im Spiegelland), liebevolle Schönheit aus Frankreich (Mein Leben als Zucchini), den Totentanz aus Mexiko (Salmas Geheimnis), harmonische und kreative Meisterwerke aus Japan (Penguin Highway, Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft) sowie natürlich Pixar und Disney mit ihren Genre-„Blockbustern“. Mit Rotschühchen und die sieben Zwerge wird das Angebot nun auch noch gelungen aus Südkorea erweitert, wo die Newcomer und Regie-Debütanten Sung-ho Hong, Moo-Hyun Jang und Young Sik Uhm mit ihrem Märchen die bekannten Sehgewohnheiten etwas auf den Kopf stellen. Denn hinter der recht bekannten Fassade von Schneewittchen (im Original Chloë Grace Moretz), die sich inhaltlich und optisch stark an Shrek orientiert, steckt ein durchaus durchdachtes und mit wichtigen Botschaften ausgestattetes Abenteuer, welches trotz einer gewissen Einfachheit hervorragende kurzweilige Unterhaltung bietet. Die Mischung aus Action, Slapstick und Humor stimmt, während der Film gleichzeitig bekannte Stereotypen sowie Genre-Konventionen mit seinem Charme umschifft und umkehrt.

Ich brauch niemandes Hilfe!

Dabei hat zu Beginn Rotschühchen und die sieben Zwerge allerdings mit ein paar Startschwierigkeiten zu kämpfen: Die Verzauberung der Die Furchtlosen Sieben hier, die optisch alles andere als gewohnte Prinzessin Schneewittchen mit der bösen Hexe dort. Bis schließlich alle Elemente zusammenlaufen – und wir auch noch mit Prinz Mittel Maß (ja, das ist Absicht) einen weiteren Bösewicht bekommen – vergehen so leider einige Minuten. Dann entfaltet der Film aber eine ganz eigene Stimmung, die gewohntes auf den Kopf stellt: So wird der Spiegel zum ironischen Sidekick, die Prinzessin zur taffen Kämpferin, die selbst ordentlich austeilen kann, der Held (im Original Sam Claflin) – bzw. die Helden – zu Traumschlägern mit faszinierenden naiven Zügen und die meisten Bösewichte werden zu knuffigen Figuren, die man am Ende gehörig anfeuert (Stichwort Karotte). Insgesamt bietet so Rotschühchen und die sieben Zwerge jede Menge Schauwerte, viele Entdeckengen sowie eine Atmosphäre, die immer wieder gelungen zwischen hysterisch, Locker, frech, süß und actionreich hin und herwechselt. Und auch wenn einige kleinere kitschige Passagen mit Musikuntermalung ihren Weg in den Film gefunden haben, ist er einfach anders und erfrischend.

Dies liegt wohl vornehmlich auch an der Botschaft, die Sung-ho Hong im Kern erzählen möchte: Es zählt das wahre Ich und nicht das Äußere. Und auch wenn selbige durchaus bekannt, manchmal kitschig und etwas oberflächlich bleibt, ist sie dennoch richtig und wichtig. Schneewittchen kann sich wehren, ist nicht immer auf Helden angewiesen (es steht das Team im Vordergrund) und oberflächliche Werte sind nur Schall und Rauch – was die Böse Hexe mehr als einmal gehörig um die Ohren gehauen bekommt. Die Action selbst ist allerdings eher zweckmäßig, wenn auch gut und spaßig inszeniert. Spätestens hier deutlich, dass es bei dem Film eher um ein kleineres Projekt ohne großes Budget handelt. Dennoch ist der Look – wenn auch stark an bekannten Filmen orientiert – locker und gut anzusehen. Zusammen mit den sehr knuffigen wie charmanten Figuren – hier allen voran die kleinen wie großen Bäume – ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Dies betrifft auch die Dialoge, die auch in der deutschen Synchronisation gut auf den Punkt gesprochen werden und niemals vollkommen banal daherkommen.

Fazit

"Rotschühchen und die sieben Zwerge" ist im Kern ein kurzweiliges, charmantes sowie unterhaltsames Märchen, welches sein Herz am rechten Fleck hat. Da ist es auch durchaus verschmerzbar, dass nicht nur Shrek Pate stand, sondern auch insgesamt an vielen Stellen eher eine gewisse Einfachheit reichen musste. Zumindest die Botschaft und seine Andersartigkeit sind aber klare Highlights. Für Märchen und Animationsfans – egal ob groß oder klein – ein kleiner Geheimtipp.  

Autor: Thomas Repenning

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