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Nimmt man ein normales Wochenende als Paradebeispiel, pulsiert das Leben erst, wenn die Nacht hereinbricht. Bevor man sich stadtfein macht, hatte aber auch der sonnige Tag viel an Spaß oder Erholung zu bieten. An solchen Tagen sollte man sich lieber nicht mit Filmen wie Pitch Black befassen, denn dieser zeigt dem Zuschauer vollends die Schattenseiten auf. So kam auch Vin Diesel zu seiner ersten ernsthaften und bisher wichtigsten Hauptrolle, die des Schwerverbrechers Riddick, die bis heute seinen absoluten Paradepart darstellt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Ein Frachtschiff wird durch einen Meteoritenschauer zur Notlandung auf einem Wüstenplaneten gezwungen. An Bord: ein paar Reisende und Pilger, aber auch der Kopfgeldjäger Johns (Cole Hauser) und seine Beute, der interstellar gesuchte Schwerverbrecher Richard B. Riddick (Vin Diesel). Der wortkarge Glatzkopf flüchtet vorerst, und Rettung scheint bald in Form einer verwaisten Forschungsstation samt Raumgleiter in Sicht zu sein. Doch schon bald müssen die Überlebenden einsehen, dass nicht Riddick ihr größtes Problem darstellt. Es leben tödliche Kreaturen auf dem Planeten, die die Sonne meiden, und die gleißenden Sterne sollen bald von einem Nachbarplaneten verdeckt werden. Ausgerechnet Riddick ist die letzte Hoffnung, die der Crew noch bleibt…

Pitch Black lässt alles unnötige Geplänkel hinter sich und steigt gleich in die Materie ein, die ein Survival-Horrorfilm braucht. David Twohy zieht ohne Umschweife alle Register des neostilistischen Genrekinos, ohne über die Stränge zu schlagen, und so ist der Streifen in toll fotografierten Bildern schon zu Beginn eine wahre Augenweide. An Bord des Frachters flackern in alter Alien-Manier die Warnlampen und der Wüstenplanet wird in ungewöhnlichen Farben eingefangen. Das weckt die Neugier, auch wenn das erste Drittel des Films in wenigen Spannungsszenen gipfelt. Hier bleibt Riddick noch wenig durchschaubar, und die Kameraarbeit tut ihr übriges, um den Plot nicht zu sehr vorweg zu nehmen. Dennoch bleibt Vin Diesel der tragende Faktor des Films, so dass die Rahmenhandlung ihm eher zuspielt, als ihn zu erdrücken. Fast könnte der Anfang von Pitch Black als seichte Unterhaltung durchgehen, denn die Figuren haben so etliche lockere Sprüche im Petto.

Oberflächlich betrachtet könnte Pitch Black tatsächlich wie ein Abklatsch von Alien durchgehen, dagegen sprechen aber die Charaktere und der Stil, den Twohy hier durchzusetzen versucht. Erstere haben zwar keinen Oscar für detaillierte Tiefe verdient, aber sind dem Storygerüst gut angepasst. Auch wenn man selbstredend Riddick die meiste Aufmerksamkeit schenkt, bleiben seine Motive weitgehend verborgen, lediglich ein paar Brocken bekommt der Zuschauer zugeworfen. Eigentlich zu wenig, um den Film vielschichtig zu nennen, aber es hält den Charakter vage und damit interessant. Im Stil fällt auch die ungewöhnliche Farbgebung auf, die den Planeten in verschiedenen Colorierungen taucht, und selbst bei der eintretenden Totalfinsternis sind die stilistischen Mittel noch nicht zu Ende. Wenn sich Johns und Riddick in leuchtendem Grün bekämpfen oder die Überlebenden mit einer stylischen Neonlichtröhre fortbewegen, zeigt das durchaus den Mut für Neues, ohne den Inhalt sträflich zu vernachlässigen. Die klaren Charakterbilder und das Storygerüst bieten nämlich so manch überraschenden Turn, und neben der vordergründigen Horrorstory spielen auch die Schicksale der Einzelnen eine gewichtige Rolle.

Rein schauspielerisch kann Pitch Black durchaus überzeugen. Natürlich sieht anspruchsvolles Schauspielerkino anders aus, aber innerhalb ihrer Möglichkeiten und Beschränkungen machen die Akteure das Beste draus. Allen voran Vin Diesel, dem der rabiate und coole Riddick geradezu auf den Leib geschrieben ist. Man nimmt ihm auch das Gefühlschaos, in dem er sich befindet, jederzeit ab, und auch die wichtigsten Nebenrollen sind spürbar auf Gedeih und Verderb dem Sträfling mit seinen besonderen Augen ausgeliefert. Da fallen vor allem Kultschauspieler Keith David und Cole Hauser aus dem Rahmen, die ihre Parts wirkungsvoll verinnerlicht haben. Der wahre Kult wird durch die Figur Riddick angeführt, der mit seiner tief-markanten Stimme (auch in der deutschen Version) überzeugt. Die schon erwähnten Brocken lassen genügend Interpretationsfreiraum, und man lässt einige interessante Fragen offen.

Wie der Kult um Riddick funktioniert, zeigte sich einige Zeit später. Der Nachfolger Riddick: Chroniken eines Kriegers war zwar im Kino ein Flop, wurde aber auf DVD/BluRay zu einem großen Erfolg und dient zuweilen als Referenz. Auch auf der Spieleplattform weiß Riddick zu begeistern: Die Spiele Escape from Butcher Bay und Assault on Dark Athena waren ebenfalls erfolgreich und erzählten die Vorgeschichte bzw. eine Story zwischen den beiden Filmen. Zusätzlich wurde der Zeichentrickfilm Riddick: Krieger der Finsternis veröffentlicht.

Fazit

Niemand konnte voraussagen, wie sehr sich der Antiheld in die Gehirne der Zuschauer gebrannt hat. Vin Diesels Debüt als wortkarger Strafgefangener in "Pitch Black" überzeugt in Stil, Story und Darstellerleistung, und der Film ist als Ganzes ein Werk mit eigener Handschrift. Der düstere Plot mit sarkastischem Unterton hält den interessierten Zuschauer bei der Stange, und der eigentliche Handlungsstrang, die finstere Invasion der grauen Monster, wird zum Glück nicht totinszeniert, wie es für solche Genrefilme gerne mal üblich ist. Und wenn ein Independentwerk fast Blockbusterqualitäten aufweist, ist das mehr als verdientes Lob.

Autor: Sascha Wuttke

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