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Die New Yorker Architektin Natalie (Rebel Wilson) arbeitet schwer, um in ihrem Job anerkannt zu werden. Trotzdem wird sie öfter gebeten, Kaffee und Brötchen zu holen, als den nächsten Wolkenkratzer der Stadt zu entwerfen. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, hat Natalie eine Begegnung mit einem Straßenräuber, bei der sie das Bewusstsein verliert. Als sie aufwacht, muss sie feststellen, dass ihr Leben plötzlich ihr schlimmster Albtraum geworden ist: eine Liebeskomödie – und sie spielt die Hauptrolle. Weitere Hauptrollen in „Isn't It Romantic“ spielen Liam Hemsworth, Adam Devine und Priyanka Chopra. Der Film ist ab 28. Februar auf Netflix verfügbar.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Isn't It Romantic startete erst kürzlich in die US-Kinos. Weil Warner aber wohl nicht an die große Erfolgschancen des Filmes im Ausland vertraute, verkauften sie die Rechte außerhalb der USA an Netflix. So ist es möglich, dass der Film in Nordamerika immer noch in die Kinos läuft, hier in Deutschland aber schon beim Streamingdienst mit dem roten N verfügbar ist. Das wird übrigens dieses Jahr noch einmal passieren, und zwar mit dem neuen Shaft. Solche Details zwischen Studio und Streamingdienst sorgen ja immer für Bedenken dem Film gegenüber, aber um das gleich aus dem Weg zu räumen: Isn't It Romanticist gewiss keine Offenbarung, aber auch fern davon eine Enttäuschung zu sein.

Isn't It Romantic erzählt von der Architektin Natalie (, How to Be Single), die wenig von der Liebe und vor allem romantischen Filmen hält. Nach einem Unfall erwacht sie aber plötzlich in einer Welt, in der die Regeln und Muster einer RomCom Realität sind. Für die eher grobschlächtige Natalie wird das zu einer Zerreißprobe, aber sie glaubt, sie weiß, wie sie diesem Alptraum aus guter Laune, Liebesschwüren und gefälliger Popmusik entgehen kann: Sie muss sich einfach wirklich verlieben. Zum Glück scheint das in dieser romantischen Scheinwelt recht einfach zu sein.

Das Konzept von Isn't It Romantic  ist nicht wirklich neu. Es erinnert an Woody Allens Purple Rose of Cairo oder den 90er Klamauk Stay Tuned - Höllische Spiele. Vor allem erinnert Isn't It Romantic aber an The Final Girls. Im Grunde ist es die haargenau gleiche Idee. Nur dass es dort nicht um RomComs, sondern um Slasher wie Halloween -Die Nacht des Grauens oder Freitag der 13. kreiste. Kein Wunder, denn Isn't It Romantic sowie The Final Girls wurden von (Harold & Kumar - Alle Jahre wieder) inszeniert, der in beiden Fällen auch klar unter Beweis stellt, dass er sich mit beiden Sub-Genres bestens auskennt.

Mit sichtbarer Freude an der Dekonstruktion diverser RomCom-Klischees geht Todd Strauss-Schulson zu Werke. Egal ob plötzlich Gesangs- und Tanzeinlagen wie in Die Hochzeit meines Besten Freundes und 30 über Nacht oder der beste, schwule Freund, der scheinbar nur existiert, um mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. All das und noch viel mehr wird bei Isn't It Romantic durch den Kakao gezogen. Wenn der Film über diese Dinge herfällt, macht er auch wirklich Spaß, auch weil er sich dann so ungezwungen und frech anfühlt. Damit ist aber nach guter der Hälfte Schluss. Dann versucht das Script (u.a. geschrieben von Love Vegas-Autorin Dana Fox) aus der Verballhornung doch nun eine einigermaßen ernsthafte RomCom zu zimmern. So verliert Isn't It Romantic aber ungehörig viel Biss und wandelt, mal abgesehen von einigen Ausnahmen, auf dem platt getrampelten Pfad von den Werken, über die er sich Minuten zuvor noch lustig gemacht hat.

Isn't It Romantic verliert also nach gut der Hälfte ordentlich an Kraft und Spaß. Kurzweilig unterhaltend bleibt die Komödie dennoch, was auch am spielfreudigen Cast liegt. Hauptdarstellerin Rebel Wilson bleibt ihrem typischen Rollentypus zwar treu, minimiert dessen Penetranz aber zum Glück deutlich. Klares Highlight ist aber zweifelsohne (Die Tribute von Panem - The Hunger Games), der sich als australischer Mr. Perfect einige der besten Szenen unter den Nagel reißt. Aber Vorsicht: In der deutschen Fassung hat man aus ihm einen Österreicher gemacht, der mit ausgeprägtem Dialekt redet. Das ist manchmal durchaus amüsant, oft aber auch einfach nur peinlich.

Fazit

Zwar adressiert „Isn't It Romantic“ etwas zu lautstark, über welche RomCom er sich gerade lustig macht, amüsant ist das Ganze aber dennoch. Leider wird aber nach gut der Hälfte versucht, aus dem Film tatsächlich eine Romanze zu machen. Das hätte nicht sein müssen und sorgt dafür, dass die Komödie ihren Biss gegen Beliebigkeit eintauscht.

Autor: Sebastian Groß

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