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Quelle: themoviedb.org

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Zwei niederrangige Astronomen, die entdecken, dass in sechs Monaten ein Meteor die Erde treffen wird, gehen auf Medientour, um die Welt zu warnen, finden aber eine unempfängliche und ungläubige Bevölkerung.

Ab 24. Dezember exklusiv auf Netflix.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Nur auf den ersten Blick verwundert es, dass sich mittlerweile mit Themen wie Gier, Betrug, Korruption, toxischer Gesellschaft und Machtmissbrauch beschäftigt. Bereits in seinen Filmen mit Will Ferrell (u. a. Ricky Bobby - König der Rennfahrer oder Die etwas anderen Cops) waren diese Thematiken integriert. Sie waren nur unter satten Humorkanonaden begraben, aber seine satirische Keule war schon immer präsent. Seit The Big Short von 2018 ist sie zum Star seiner Filme geworden. Da können diese Werke noch mit so vielen bekannten Namen auftrumpfen, die Adam McKay-Filme der Gegenwart erkennt man vornehmlich in ihren Melangen aus überdrehter Travestie und fast schon penetrant didaktischer Aufklärungsmoral. Auch bei Don't Look Up ist das nicht anders.

Als Don't Look Up entwickelt und produziert wurde, war das Asteroid-bedroht-die-Erde-Szenario vor allem eine Allegorie auf die Klimakrise. Mittlerweile ist diese Bedrohung nicht vom Tisch, medial spielt sie aber keine wirkliche Rolle mehr. Diesen Posten hat seit Frühjahr 2020 das Corona-Virus inne. Diverse Dinge, die uns McKay in Don't Look Up auftischt, passen nicht nur perfekt zur gesellschaftlichen wie politischen Aufarbeitung der Klimakrise, sondern auch zur Causa Covid-19. Dass Netflix ihn wirklich am 24. Dezember veröffentlicht, ergibt in Hinblick auf die Starpower des Projekts Sinn. Inhaltlich hingegen dürfte der Film gewiss dafür sorgen, dass dem ein oder anderen der Weihnachtsbraten nicht mehr so gut schmeckt.

Denn von der Promotion her evozierte Don't Look Up den Eindruck es wäre ein überaus prominenter Klamauk und im Grunde ist er das auch. Doch die Macher verfolgen ein glasklares Ziel. Es geht ihnen nicht um Unterhaltung und wahrscheinlich auch gar nicht so sehr um Aufklärung. Es geht ihnen darum, uns, dem Publikum, etwas aufzuzeigen, was uns eigentlich allen bereits klar sein sollte: Wir sind gearscht! Wir leben in einer Zeit, in denen die Ärmsten die Reichsten anhimmeln, in denen Megakonzerne und Milliardäre wie Popstar gefeiert werden und einige von uns mit teils dümmsten und dreistesten Ausreden versuchen, die Fakten zu vergessen oder gleich zu vertuschen. Dementsprechend ist das, was uns Adam McKay zeigt, gewiss überspitzt und überhöht, aber leider oft schmerzhaft nah an unserem Alltag. Ob nun Corona, Klimakrise oder Asteroid – was macht das schon?

Wie bereits bei The Big Short und Vice - Der zweite Mann verkommt Adam McKays Erzählung dabei durchaus unterrichtskundlich daher. Es wirkt immer so, als ob der Film einem versucht weiszumachen, dass er cleverer ist, als sein Publikum. Wer sich an dieser ehrgeizigen sowie emblematischen Methode bereits bei den eben genannten Titeln schwergetan hat, dürfte jetzt auch mit Don't Look Up seine Probleme haben. Nicht die einzige Lädierung, welche die Netflix-Eigenproduktion zu bieten hat.

Was dem Film wirklich zusetzt, ist seine Masse. Es gibt so viele Figuren, Handlungsorte, Aussagen, Verweise im großen und kleinen, dass sich die Sichtung von Don't Look Up stellenweise wie Arbeit anfühlt. Bereits nach gut 20 Minuten ist klar, was die Absicht und das Ziel von Adam McKay und seinem Starensemble ist, aber immer wieder wird noch etwas in die Handlung hineingetrieben, ohne diese dabei aber wirklich sinnvoll zu erweitern. Ja, Meryl Streep als US-Präsidentin ist amüsant, eine wahre Wucht, aber die meisten ihrer Szenen wirken so, als ob sie nur existieren, damit die mehrfache Oscar-Preisträgerin zu sehen ist. So ist das bei vielen anderen Momenten des Films auch. Ob nun als Steve Jobs-Klon, als Slacker oder als hochgezüchtete TV-Moderatorin.

Als Gegengewicht fungieren und . Sie sind die Hauptstars und ihre darstellerische Leistung lässt eigentlich keinen Raum für Kritik. Vor allem DiCaprio mal als Schluck Wasser auf zwei Beinen zu sehen macht erstaunlich viel Laune und seine Entwicklung zum Medienstar ist durchsetzt mit komischen wie entlarvenden Szenen. Es sei aber erwähnt, dass auch hier keine wirklich neuen Erkenntnisse zu bestaunen sind. Das meiste, was Don't Look Up an Aussage serviert sollte altbekannt sein. Es ist die Überzeichnung, die das Gesehene für einen kurzen Moment frisch erscheinen lässt. Den modernden Geschmack von Selbstherrlichkeit gibt es inklusive.

Fazit

„Don‘t Look Up“ ist einer dieser Filme, die einem vorgaukeln, man wäre ein besserer Mensch, wenn man sie gesehen hat. Ob dem so ist, sei dahin gestellt. Die Netflix-Produktion erweist sich als mit brummender Wucht vorgetragene Satire. Aufgeplustert und teils zu massig in der Inszenierung und Erzählung, aber mit spielfreudigen Stars gesegnet.

Autor: Sebastian Groß

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