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"The Handmaid's Tale" - Staffel 3 - Kritik

siBBe

Von siBBe in "The Handmaid's Tale" - Staffel 3 - Kritik

"The Handmaid's Tale" - Staffel 3 - Kritik Bildnachweis: © Hulu

Story

Die dritte Staffel fokussiert Junes (Elisabeth Moss) Widerstand gegen das Regime von Gilead. Am Ende der letzten Staffel entschied sie sich dafür, nicht mit ihrem Baby nach Kanada auszureisen, sondern in Gilead zu bleiben, um auch ihre Tochter Hannah zu befreien. Dabei muss sie sich einmal mehr den Widerwärtigkeiten des repressiven Regimes stellen, das sie geschworen hat zu Fall zu bringen.

Kritik

Fast sah es so aus, als würde The Handmaid's Tale nach der dritten Staffel ihr Ende finden. Doch Heimatsender Hulu weiß, wie wichtig seine gefeierte Vorzeigeserie im eigenen Portfolio ist, gerade jetzt, wo zig andere Streamingdienste wie Pilze aus dem Boden schießen, daher gab man The Handmaid's Tale auch für eine vierte Staffel grünes Licht. Von Margaret Atwoods Buchvorlage hat man sich schon lange entfernt, bereits Staffel 2 beschritt eigene Pfade, meisterte diese Aufgabe allen Zweifel zum Trotz jedoch bestens. Ein Problem bestand dennoch: die Serie gab sich in ihrer zweiten Staffel deutlich zu pessimistisch und erstickte jegliche Hoffnung der Protagonistinnen auf Erfolg, so klein sie auch sein mochte, im Keim. Das machte das Zuschauen bei all den Grässlichkeiten fast schon unerträglich und über 13 Folgen hinweg, trotz aller vorhandenen Qualitäten, regelrecht ermüdend.

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Glücklicherweise haben die Autoren erkannt, dass es höchste Zeit ist, dem Zuschauer auch endlich ein paar Lichtblicke zu servieren. Zwar ist auch Staffel 3 alles andere als leichte Kost, da es auch hier zu Missbrauch, Unterdrückung, Hinrichtungen und Vergewaltigungen kommt, doch die Frauen von Gilead, allen voran June (Elisabeth Moss), geben sich nun weitaus kämpferischer. Die aufkommende Revolution nimmt nun langsam an Form an, Pläne werden geschmiedet um möglichst viele Kinder zu befreien und mit Commander Joseph Lawrence (Bradley Whitford) deutet sich ein mächtiger Verbündeter an, auch wenn dessen Absichten zunächst schwer zu deuten sind. Es gibt also wieder ein wenig Hoffnung im dystopischen Schreckensstaat, was das Verfolgen der Geschichte wieder ein wenig angenehmer gestaltet. 

Eine besondere Stärke der Serie war schon immer der hervorragende Cast, der auch in Staffel 3 wieder zur Höchstform aufläuft. Neben Elisabeth Moss trifft das vor allem wieder auf Yvonne Strahovski (Dexter) zu, doch auch Joseph Fiennes (Shakespeare In Love), Ann Dowd (Hereditary), Samira Wiley (Orange Is The New Black), Madeline Brewer (Cam), Bradley Whitford (The West Wing) und Alexis Bledel (Sin City) wissen zu begeistern. Als prominenter Neuzugang betritt diesmal auch Christopher Meloni (Happy!) die Bühne, der als einflussreicher Commander für weitere Schwierigkeiten sorgt.

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Nun hat man nicht nur einen spannende Möglichkeit gefunden, den Leidensweg der Frauen von Gilead weiterzuerzählen, auch an gesellschaftskritischer Relevanz hat die Serie nicht eingebüßt. In Zeiten von Populismus, herrschenden Diktatoren und Autokraten, Konflikten durch Religionen, zunehmender Überwachung durch den Staat, aufsteigendem Fremdenhass etc. fühlt sich The Handmaid's Tale nach wie vor erschreckend real an. Und das obwohl der Roman, auf welchem all das basiert, von 1985 stammt. Ein Appell an die Vernunft und die Menschlichkeit, der gehört werden sollte.

Fazit

Auch die dritte Staffel von "The Handmaid's Tale" zeigt sich wieder durchgehend gelungen. Das Autorenteam weiß mit dem komplexen Stoff sorgsam umzugehen, der Cast spielt einmal mehr groß auf und auch auf Seiten der Produktion fällt weiterhin alles sehr hochwertig aus. Man darf gespannt sein auf Staffel 4.

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