Mit Herz, sanftem Humor und systemkritischer Hintergründigkeit erzählt Mari Storstein von den süßen Eskapaden und bitteren Erkenntnissen ihres fiktiven Alter Egos. Deren Zwangslage zeigt eindringlich, wie behördliche Bevormundung und übergriffige Institutionen gehandicapten Menschen Autarkie und Chancengleichheit verweigern. Essenzielle Unterstützung wird zum Luxusgut erklärt, Übergriffigkeit als Fürsorge hingestellt, Einschränkung als Schutzmaßnahme gerechtfertigt. Von Produktionsstudios hörte die Regisseurin im Vorfeld des Drehs, für mehr Repräsentation von Menschen mit Handicap im Film fehle das Talent. Ihr Debüt beweist das Gegenteil.
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