{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

"Emma" - Mini-Serie - Kritik

Aurea

Von Aurea in "Emma" - Mini Serie - Kritik

"Emma" - Mini-Serie - Kritik Bildnachweis: © Polyband

Story

Emma Woodhouse (Romola Garai) ist jung, hübsch, gebildet und aus wohlhabendem Haus. Ihre größte Leidenschaft ist ihr Hobby als Kupplerin. Doch der Plan, die geheimnisvolle Harriet Smith mit dem Pfarrer des Ortes zusammenzubringen, geht gründlich daneben. Stattdessen erhält Emma nun einen unerwünschten Heiratsantrag. Nach diesem Rückschlag verspricht sie, die Eheanbahnungen aufzugeben. Ihre guten Vorsätze geraten jedoch schnell in Vergessenheit, als sie den gut aussehenden Gentleman Frank Churchill kennenlernt. Während Emma in ihrem Umfeld weiterhin Verwirrung stiftet, übersieht sie gänzlich den einen Mann, der ihr stets loyal war und der längst mehr für sie empfindet als Freundschaft ...

© Polyband

Story

Auch mit Emma beweist die BBC erneut ihr gutes Gespür in Sachen Literaturverfilmungen. Der Klassiker von Jane Austen um die quirlige Emma, die vor lauter Verkupplungen nicht wirklich mitbekommt, was um sie herum los ist. Hier wird die Geschichte als rund 229 Minuten lange Mini-Serie aufgearbeitet. Das bietet natürlich viel Zeit und Raum, um möglichst viele Elemente aus der Buchvorlage mit in die Serie zu übernehmen. Erfreulicherweise ist dies auch geschehen, so dass diese Mini-Serie die wohl ausführlichste Auseinandersetzung mit der Vorlage sein dürfte. 

Darstellerisch gibt es hier wenig zu bemängeln. Romola Garai (Abbitte, Suffragette - Taten statt Worte) spielt eine aufgeweckte und witzige Emma, die einem schnell ans Herz wächst. Hier und da wäre etwas weniger lebhafte Mimik vielleicht angebracht gewesen, doch insgesamt ist diese Emma wirklich erfrischend. Michal Gambon (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1) als Mister Woodhouse überzeugt ebenfalls und spielt mit viel Würde. Johnny Lee Miller (Trainspotting) verpasst seinem Mr. Knightley einen sarkastischen Anstrich, welcher der Figur recht gut tut. Die größte Überraschung dürfte wohl Tamsin Greig (Shaun of the Dead) als Miss Bates sein. Nicht nur spielt sie großartig, Miss Bates ist hier auch deutlich vielschichtiger und tragischer als es in den anderen Verfilmungen der Fall ist.

© Polyband

Auffällig ist, dass in dieser Erzählung mehr Wert auf die romantischen Aspekte der Geschichte gelegt wird. Emma kann ja durchaus als das Buch von Jane Austen bezeichnet werden, welches am wenigsten romantisch ist, jedenfalls im Vergleich mit ihrem restlichen Werk. Gleichzeitig, und das wirkt stellenweise durchaus irritierend, wurde wohl versucht, der Geschichte einen etwas moderneren Anstrich zu geben. Das mag die ganze Sache etwas auflockern, geht aber zu Lasten der historischen Korrektheit in Bezug auf das Verhalten der Charaktere. Einige der Dialoge, die Tanzszenen, sie alle wären wohl in der damaligen Zeit kaum so durchgegangen. Wer allerdings auf diesen Aspekt nicht so großen Wert legt, dem dürfte dies kaum auffallen.  Typisch für die BBC Verfilmungen gibt es erneut wunderschöne Kostüme und Kulissen zu sehen, so das diese Emma für kurzweilige Unterhaltung sorgt. 

Technischer Part

Image title

Die DVD im Vertrieb von Polyband ist seit dem 30. Juni 2017 im Handel erhältlich. Die insgesamt vier Folgen wurden auf 2 Discs verteilt. Ein Wendecover liegt leider nicht bei. Die Mini-Serie liegt sowohl in der englischen Originaltonspur als auch in einer deutschen Synchronisation vor, beide sind in gut abgemischtem Dolby Digital 5.1 zu finden. Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte liegen ebenfalls bei. Auch ein paar Extras sind vorhanden. Featurettes zu der Musik, den Kostümen und den Locations geben einen umfassenden Einblick hinter die Kulissen. 

Fazit

"Emma" überzeugt mit der Laufzeit, in die wirklich viel von der Romanvorlage eingebracht wurde, wunderschönen Kulissen und Kostümen und gut aufgelegten Darstellern. Fans von Jane Austens Geschichten machen hier sicher nichts falsch. 

Wird geladen...