Der Titelort Rania Rafeis dabei selbst urbaner Collage wirkt bisweilen selbst wie ein Gespenst der Metropole, die er einmal war. Begleitet vom melancholischen Off-Kommentar der Regisseurin wandert Jocelyne Abi Gebrayels Kamera durch die selbst in desolatem Zustand eindrucksvolle Kulisse zahlloser Kämpfe. Das bruchstückhafte Resultat wirkt dabei streckenweise wie ein Pendant zu ihrer Video-Installation "Citi(es) of Beirut: purgatory of anticipated ruins". Warmherzigkeit, Wehmut und Witz vermischen sich in den stimmungsvollen Szenen, die ohne Verklärung verborgene Schönheit finden und unmittelbar daneben die Narben von Gewalt und Verlust.