Mit „Meine Frau weint“ hat Angela Schanelec ein verfremdendes und in jeder Minute bedingungslos forderndes Beziehungsdrama geschaffen. Vollkommen einer eigenwilligen und formal perfektionierten Bildsprache verschrieben, muss man bei diesem Film auf Identifikation und Immersion zugunsten einer betörenden Reflexion über den brutalen und fehlerhaften Prozess menschlicher Kommunikation verzichten. Wer diesen Schritt wagen kann, wird mit einem fordernden und an Impressionen reichen Filmerlebnis belohnt.