In matten Pastellfarben, die den gehemmten Gefühlsausdruck der Charaktere betonen, zeichnet Grace Passô ein zurückhaltendes Porträt der differenzierten Dimensionen von Trauer und Abwesenheit. Gleich des jungen Protagonisten schleicht die Kamera durch die offen ineinander übergehenden Räume des häuslichen Hauptschauplatzes und lässt so das Publikum die physische und emotionale Leere spüren. Geisterhafte Elemente wirken in diesem sanften Symbolismus weniger angstvoll denn märchenhaft; eine paranormale Parabel psychischer Bewältigung als kollektiver Konfrontation. Darstellerisch und formal prägnant; dramaturgisch geduldszehrend abstrakt.