Die Orientierungslosigkeit, die im symbolreichen Titel anklingt, betrifft auf emotionaler und ethischer Ebene ebenso die Angehörigen wie die demente Schlüsselfigur Lance Hammers exemplarischen Familiendramas. Darin fungiert die junge Generation vorrangig als Verweis auf die gesellschaftlichen Veränderungen, denen vermeintlich die existenziellen ethischen Dilemma der alten Generation entspringen. Verantwortung, Vertrauen und Verlust werden verdrängt und verletzt, ohne dass die tiefgreifenden individuellen Auswirkungen anerkannt werden. Die schmerzliche Stimmung der dichten Einstellungen, deren diesiges Licht die moralische Unklarheit spiegelt, ermutigt Mitgefühl auch mit Tätern. Die filmische Brillanz liegt in der subtilen Manipulativität des sensiblen Szenarios, das Täter- und Opferrollen verkehrt.