Mit „Heysel 85“ befasst sich Teodora Ana Mihai nach ihrem vielbeachteten Debüt-Film La Civil erneut mit einem kontroversen historischen Sujet. Das Zusammenspiel einer Reihe unvorhergesehener Faktoren, verschärft durch Zeitdruck und Angst vor noch massiverer Gewalt enthüllt das fatale Risiko kommerzieller Großveranstaltungen. Klaustrophobische Kamerabilder vermitteln Chaos und Panik innerhalb des labyrinthischen Schauplatz. Braeckmann verbindet äußere Entschlossenheit und innere Verunsicherung zum prägnanten Porträt einer Frau im Ringen mit festgefahrenen Strukturen. Zeitkolorit und die Kombination verschiedener Film-Formate schaffen eine dynamische Optik, die kulturelle Aufarbeitung über spekulatives Sentiment stellt.