Positive Verklärung von Tradition und Familienwerten gibt Yoshitoshi Shinomiyas erster eigenständiger Langfilm-Arbeit als Animator und Regisseur einen ambivalenten Beigeschmack. Umso mehr sich die Fragmente der zwischen Fabel und Fantasy oszillierenden Story zusammenfügen, umso unvollständiger scheint das Handlungskonstrukt. Urbane Anonymität und ländliche Gemeinschaft, bröckelndes Brauchtum und mediale Interkonnektivität, Verdrängung und krampfhaftes Festhalten der Vergangenheit driften thematisch durch die in pastelligen Wasserfarben leuchtenden Animationen. Stop-Motion, Collage und traditionelle japanische Zeichenkunst verflechten sich leichthändig, wo die Handlungsstränge zerfasern.
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