Durch Neugewichtung und thematischer Erweiterung Pilar Quintanas Buchvorlage entwirft Dominga Sotomayor zu deren patriarchalischen Narrativen ein feministisches Gegenbild. Minimale Dialoge verstärken die Wirkung der herben Landschaftsbilder und Manuela Oyarzúns eindringlicher Darstellung. Die Ungebundenheit ihrer Protagonistin personifiziert eine nur scheinbar domestizierte Natur, deren Instinkte ebenso in Yuri erwachen. Ihre Welpen erinnern Silvia an ihren Mutterwunsch, doch mehr noch die Wassergewalt, die in ihre Kindheit einbrach. Fließende Übergänge der Zeitebenen und reduzierte Exposition erlauben ein organisches Erschließen der allegorischen Reflexion über die zwiespältige Macht der Natur.
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