Allegorische Motive, verfremdete Rückblicke und intime Beobachtungen verknüpft die elliptische Struktur zu einer berührenden Chronik geschwisterlicher Verbundenheit. Deren radikal subjektiver Blick auf familiäre Traumata und den zermürbenden Kreislauf der Sucht schafft in seiner schonungslosen Rohheit seltene menschliche Authentizität. Zuneigung und Schmerz, gegenseitige Fürsorge und Wut ringen beständig miteinander. Überlänge und gelegentliche Tendenz zu seelischem Exhibitionismus untergraben bisweilen die Wirkung der stärksten Momente. Dennoch bewahrt die visuell und psychisch gleichsam markante Langzeit-Doku ihre gesellschaftliche Relevanz und emotionale Intensität, insbesondere in der Message von Respekt und Akzeptanz.
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