Auf einer Sex-Messe fängt Rosa Friedrichs zufällig die Stimmen dreier Sexarbeiterinnen ein, hört ihnen aber nicht lange genug zu, um ein paar reelle Einblicke in die Branche zu gewinnen. Diese Oberflächlichkeit ist exemplarisch für die arrivierte Egozentrik des filmischen Porno-Toursimus. Deren verschobener Fokus auf „die Lust, sich zu zeigen“ vs. „Die Angst, dafür verurteilt zu werden“ zeugt von einer aberwitzigen Apathie gegenüber dem eigenen bürgerlichen Status und der systemischen Diskriminierung der Branche, von der sich ihr unergiebiges Experiment klar abgrenzt.
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