Der zeitpolitische Rahmen gibt Hossein Keshavarz und Maryam Ataeis zweiter gemeinsamer Spielfilm-Arbeit nach "Dog Sweat" 2010 gibt eine kontextuelle Relevanz, die nur bedingt in der flüchtigen Story präsent ist. Der schauspielerische Verve Bahrams und Hanas verleiht den prototypischen Protagonistinnen trotz der formelhaften Charakter-Zeichnung emotionale Empathie. Funktionale Nebenhandlungen wie die einer älteren Verwandten, die für die Hauptfiguren verzweifelt Geld aufzutreiben versucht, liefern tiefere gesellschaftliche Einblicke als der trotzige Frohsinn im Angesicht misogyner Gewalt. Ignoranz im Angesicht letzter hinterlasst ihre Spuren, wie die problematische Message des Titels zeigt.