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Britischer Horrorfilm von 2006. Die Insassen eines Jugendgefängnisses werden auf einer Insel ausgesetzt. Dort sollen sie lernen, in Teams zusammen zu arbeiten. Doch sie sind nicht allein auf der Insel - plötzlich sind sie die Gejagten, die Opfer. Aber was verbirgt sich da im Dickicht? Und wie weit werden die Jugendlichen gehen, um sich selbst zu retten?
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Kritik

Mein lieber Herr Gesangsverein: Die Kreativität hat Wilderness  - der zweite Spielfilm von Michael J. Bassett (Silent Hill: Revelation)  - sicher nicht mit dem ganz großen Löffel gefressen, aber das was er hier veranstaltet, da macht er mal gar keine Kompromisse. Tierhorrorfilme haben eine eigentlich dankbare Schlichtheit: Es gibt wilde Bestien, bedrohte Menschen, es geht einzig und allein darum nicht in der Nahrungskette nach unten zu rutschen. Fertig. Damit sollte sich jeder identifizieren können, über Motive und Beweggründe muss nicht unnötig ausschweifend diskutiert werden. (Über)Leben oder sterben, fressen oder gefressen werden. Hier mutiert eine Teambuilding-Maßnahme jugendlicher Straftäter auf einer (eigentlich) verlassenen Insel zum brachialen Todeskampf, da ein wütender Jäger und sein Rudel gut abgerichteter, wenig kuschelbedürftiger Hunde ihnen nicht gerade wohlgesonnen ist.

Was zunächst genauso gut ein Jugendknastthriller oder Survivaldrama ohne zusätzliche Bedrohung von außen werden könnte entpuppt sich erst nach gut einem Drittel als waschechter Horrorfilm, der nach dem 10-kleine-Jägermeister-Prinzip seine Figurenzahl Schritt für Schritt dezimiert. Dabei wird nicht gerade zimperlich vorgegangen, die bedingungslose Konsequenz ist schon beachtlich. In der ungeschnittenen Fassung (in Deutschland nicht frei verkäuflich) wird nicht angedeutet, sondern draufgehalten. Mit diesem hohen Härtegrad sorgt Wilderness keinesfalls für Fun-Splatter, die Gewalt wirkt schockierend und grausam real, wie z.B. bei dem zwei Jahre später erschienenen Landsmann Eden Lake. In seinen besten Momenten  ähnlich verstörend weiß der Film natürlich besonders während seiner radikalen Terror-Szenen eine enorme Wucht aufzubauen, die lediglich dadurch etwas leidet, dass es sich bei den Protagonisten fast ausschließlich um wenig sympathische Arschgeigen handelt, deren oft qualvolles Dahinscheiden nicht den empathischen Effekt hervorruft wie vielleicht angedacht. Dennoch lässt sich Wilderness in diesen Situation eine extrem ruppige Dringlichkeit kaum absprechen.

Für sein unübersehbar schmales Budget gelingt Michael J. Bassett eine ganz ansprechende Inszenierung, unterstützt von einer vernünftigen Besetzung rund um Toby Kebbell (Planet der Affen: Survival) oder Sean Pertwee (Gotham), da haben in der Preisklasse vergleichbare Genre-Filme deutlich weniger zu bieten. Das mitunter hohe Tempo und die markerschütternde Intensität kann leider nicht durchgehend aufrecht erhalten werden, beides verläuft eher wellenförmig und bekommt immer mal wieder einen Push, eine kontinuierliche und konstante Steigerung gelingt dem Film kaum. Optimal ist das sicherlich nicht, wobei man schon ohne schlechtes Gewissen behaupten kann, dass Wilderness seinen Zweck als rohes, wüstes Genre-Kino absolut erfüllt. Dafür versteht er sich in den entscheidenden Situationen zu gut auf seinen druckvollen und süffisant-grausamen Überlebenskampf, dessen skrupellose Umsetzung auch hartgesottenen Zuschauer zumindest ein kurzes Raunen abverlangen wird.

„Und noch was…ich bin nicht hier wegen eines fairen Kampfes!“

Fazit

Derbes Survival-Kino, das trotz geringen Mitteln sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und mitunter heftige Ausrufezeichen setzt. Narrativ schlicht und sicherlich ausbaufähig, als robuster Terror-Happen für Zwischendurch dafür absolut qualifiziert. Keine Angst, der will nur spielen…

Autor: Jacko Kunze

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