{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Verfügbar auf

Amazon prime

Inhalt

Emma und ihre Schwester Stacey sind zwei ganz normale Teenager in einer kleinen Stadt, als sich dort eine mysteriöse, ansteckende Krankheit verbreitet. Während die Eltern unter Quarantäne gestellt sind, haben die Mädchen ihren Spaß mit Fast Food und Partys. Doch dann stecken sich auch Bekannte an, und so müssen sich die beiden mit dem Nachbarsjungen Evan verstecken.
  • W780
  • W780
  • W780

Kritik

Wenn es um Blumhouse Produktionen geht, dann gibt es gerade für Horror-Fans kaum ein anderes Studio, welches sich so sehr auf seine Fans zugeht und wie am Fließband Filme auf den Markt bringt, sodass für jeden etwas dabei ist. Egal ob klassische Horror-Kost wie Sinister 2, Remakes wie Martyrs, waghalsige Gewaltorgien wie Das Belko Experiment oder sogar Oscar-Favoriten oder Kassenschlager wie Whiplash sowie Get Out. Nicht jeder Film ist hierbei ein waschechter Treffer, doch die Effizienz dahinter ist kaum zu übersehen. Im Falle von Viral gibt es indes regelrecht klassische Virus-Überlebens-Zombie-Panik zu bestaunen, die sich eher im Mittelfeld ansiedelt, aber zumindest für Fans des Genres einen Blick wert ist. Schuld daran ist ohne Zweifel die gewisse Ideenarmut, die uns die Regisseure Henry Joost und Ariel Schulman liefern. Denn statt auf einen atemberaubenden Infestation-Horror zu setzen, gibt es langwierige Figureneinführungen und eine zähe Geschichte die auf Schwesterliebe und Freundschaft setzt.

Viral geht auf jeden Fall auf Nummer Sicher: Ein paar Teenager – die sich zumeist wenig um Quarantäne, Virus-Wurm-Infektionen oder das Militär in der Nachbarschaft scheren – ein Parasit der seinen Wirt in Zombies verwandelt sowie ein klassischer Story-Aufbau, der eben am Ende mit dem nötigen Output enden muss. Dies garniert mit ein paar typischen Schock-Momenten (die ebenso vorhersehbar wie klischeehaft sind) ergibt dann 85 Minuten solide Horror-Unterhaltung nach Lehrbuch. Schade. Denn Viral hätte durchaus mehr sein können: Wo Romero bereits 1973 mit Crazies einen Genre-Standard setzte, hätte sich auch durchaus Viral mehr auf die Quarantäne, das Militär sowie die Infizierten konzentrieren können. Oder eben wie das Remake aus dem Jahre 2010 mehr auf Tempo. Hier gelingt den Autoren Barbara Marshall und Christopher Landon aber keines von beiden. Viel mehr setzt der Film auf die Dreiecksbeziehung der Schwestern Emma (Sofia Black-D'Elia), Stacey (Analeigh Tipton) sowie Evan Klein (Travis Tope), die sich in ihrem Haus verschanzen und abwarten. Nun, dies ist wohl zuweilen Budget-Bedingt, hat aber klar seine Schattenseiten: Was passiert mit den Infizierten? Warum rotten sich diese zusammen und greifen nicht an? Wie können sie kommunizieren? Wie enden die gesellschaftlichen Normen?

Was bleibt ist also eher ein Drama als ein Horror-Spektakel. Dies hätte auch durchaus Kraft besessen, zumindest wenn Viral auf mehr Tempo gesetzt hätte und vor allem mehr Varietät. Denn während sich zumindest Emma in ihrem Wesen verändert und mehr und mehr Verantwortung übernimmt, bleibt der Rest der Figuren auf der Stelle. Mehr noch: Die Beziehung zwischen Emma und Evan wirkt sehr konstruiert. Der Rest wiederrum ist dagegen gelungen. Hier ein paar Schockmomente, da ein paar Zombie-Angriffe und eben das wuchtige Finale, in der es gewollt ein paar Überraschungen geben soll. Dass das Ende schließlich offenbleibt, macht es dann aber nicht besser. Einen zweiten Teil werden wir wohl eher nicht erwarten dürfen.

Fazit

"Viral" hätte durchaus das Potenzial gehabt, in die Bresche von "Crazies" einzuschlagen und dichten, kritischen wie brutalen Horror zu offenbaren. Jedoch konzentriert sich der Film auf die falschen Elemente, sodass eher mittelmäßige Kost zurückbleibt. Für Fans des Genres durchaus einen gewissen Blick wert, alle anderen sollten eher auf die Genre-Klassiker zurückgreifen.

Autor: Thomas Repenning

Wird geladen...

×