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In einer gar nicht so unwahrscheinlichen Zukunft: Nachdem die Welt in Chaos durch Krieg, Seuchen und Terrorismus versunken ist, hat sich in England eine faschistische Partei an die Spitze gesetzt, die mit eiserner Hand regiert. Überwachung, Unterdrückung und Lügen sind an der Tagesordnung. Doch all dies beginnt sich zu wandeln, als ein unbekannter namens V am fünften November das Old Bailey in die Luft sprengt. V, der sich hinter einer Guy Fawkes Maske verbirgt, trifft bei diesem Ereignis auf die junge Evey (Natalie Portman), die durch Zufall in eine Kontrolle gerät. Dies bleibt nicht die letzte Begegnung der Beiden, denn als V noch am selben Tag seine Botschaft über das Londoner Fernsehen verbreitet, rettet sie ihm bei der Flucht das Leben. Fortan sind ihre beiden Schicksale miteinander verknüpft. Was V will ist unterdessen kein Geheimnis: In einem Jahr, wieder am 5. November, will er das Parlament sprengen und fordert jeden guten Bürger Englands auf, sich an diesem Tag davor zu versammeln.  Kanzler Sutler (John Hurt) lässt dies allerdings nicht auf sich beruhen und bringt seinen ganzen Machtapparat in Gang, um V zu stoppen. Doch dieser hat all dies in seiner gnadenlosen Rache bereits eingeplant…

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Kritik

Remember, remember the Fifth of November – The gunpowder treason and plot – I know of no reason why the gunpowder treason should ever be forgot. Mit diesen eindringlichen Worten, wird in England jedes Jahr an das missglückte Attentat aus dem Jahr 1605 gedacht, bei dem ein katholischer Freiheitskämpfer namens Guy Fawkes versuchte, dass protestantische Parlament Englands mit 2,5 Tonnen Schwarzpulver zu sprengen. Der Comic-Autor Alan Moore, nahm sich genau diesen eindringlichen Moment der englischen Geschichte an, um daraus Welt zu erschaffen, die vor allem durch ihre Brisanz sowie die visuelle Eigenheit besticht. Eine düstere Vision einer Faschistischen Regierung, der sich nur ein Kämpfer in den Weg zu stellen wag. Ein Zerstörer ohne Gnade, ein Verfechter der Gerechtigkeit, ein Mann namens „V“. Rund 24 Jahre später, nahmen sich dann die Wachowski-Brüder genau diesem heroischen Stoffes an, um mit V wie Vendetta 2006 eine Adaption des ursprünglichen Werkes in die Kinos zu bringen. Mit einem hervorragenden Cast, einem visuell beeindruckendem Szenario, sowie einer Botschaft die zum Nachdenken anregt, präsentierten sie dabei Comic-Action in Reinform, die seines gleichen sucht.

Warum sich Moore gerade Guy Fawkes als Handlungsursprung ausgesucht hat, wird relativ schnell klar. Die Grundlegende Frage ist nämlich, wie weit man im Kampf gegen ein ungerechtes Regime gehen darf. Ist gnadenlose Gewalt ein legitimes Mittel? Auch die Wachowski-Brüder greifen 1:1 dieses Thema auf. Überhaupt orientieren sie sich optisch, wie auch inhaltlich, sehr an der Originalvorlage. Bei den vielen Figuren wie Handlungssträngen die die Comicvorlage dabei bietet, ist es umso erstaunlicher, dass das Geschwisterpaar fast alle relevanten philosophischen, wie auch revolutionären Vorstellungen, mit eingebaut hat. Zwar hat sich Moore gegenüber der Verfilmung distanziert, weil nach seiner Meinung besonders die anarchistische Stimmung von V deutlich zu kurz kommt, doch achtet man auf die vielen kleinen Details, lässt sich diese schon erkennen. Grundsätzlich präsentiert V wie Vendetta sich so als Film voller Ideen, Vorstellungen und Freiheitsbestrebungen, die beim einmaligen schauen gar nicht erfasst werden können.

Neben kleineren Längen, muss sich Regisseur James McTeigue nur den Vorwurf einer zu schönen Darstellung eines faschistischen Regimes gefallen lassen. Zwar wird Kanzler Sutler, wunderbar gespielt von John Hurt, in bester 1984″ oder Fahrenheit 451″ Tradition präsentiert, doch die Unterdrückung der Bevölkerung bleibt außen vor. Man sieht aufgeräumte Straßen, gut ausgestattete Wohnzimmer sowie volle Kneipen. Nur die Rückblicke auf die Restauration, den Umschwung und die Machtübernahme Sutlers, wird dunkel skizziert, zeigt Gewalt, wie Verfolgung. Der Rest des Plots bewegt sich hingegen in genau so glorreichen Zügen wie der Comic selbst. Die Konzentration der Geschichte auf V, präsentiert einen Anti-Helden, der  durch seine Gesichtslosigkeit fast nur in unserer Vorstellung existiert. Wer oder was V ist, kann man als Zuschauer nur erahnen, die eigene Interpretation wird in V wie Vendetta großgeschrieben. Neben V, wird Evey als Verkörperung der Angst präsentiert, der Hoffnung sowie des Widerstandes. Ihr Wandel innerhalb der Handlung, ist ein wesentliches Kernstück, welches besonders durch die Leistung von Natalie Portman noch verstärkt wird.

Bei der Inszenierung zeigt sich V wie Vendetta ebenfalls von seiner besten Seite. Neben den tollen Kampfsequenzen von V, die mit Zeitlupen sowie einigem an Blut untermalt werden, ist es besonders die Musik, die sich in das Gedächtnis brennt. Sei es der Soundtrack des italienischen Komponisten Dario Marianelli oder die Ouvertüre 1812 von Tschaikowski. Ebenfalls ein Glanzstück sind die Dialoge, die natürlich nur von der Vorlage kopiert werden mussten, aber dennoch stets den Zuschauer in die Erzählung hineinziehen. Besonders die Monologe, wie auch Dialoge von V, tragen dazu bei. Dies alles zusammen mit einem Finale, das wohl als eines der besten Filmfinale aller Zeiten gelten darf, macht aus der Geschichte eines selbsternannten Rächers für die Gerechtigkeit und Freiheit, eine Comic-Adaption mit realistischem Setting der ganz besonderen Art.

Was V wie Vendetta in Sachen Darstellern auffährt, kann sich ebenfalls durchaus sehen lassen. Besonders interessant ist die Figur des V, die von Herr der Ringe und Matrix-Star Hugo Weaving verkörpert wird. Da V stets eine Maske trägt, punktet Weaving durch seine Stimme, seine Körperhaltung und seine Gestik. Er verleiht V zusätzlich Kraft und Ausdruck. Natalie Portman spielt indes anfangs den verletzlichen Charakter. Wandelt sich aber im Laufe der Handlung zur starken Figur, die neben V bestehen kann. Portman gelingt dabei der Wandel, wie auch das Darstellen der einzelnen Etappen, ohne Probleme. Ihre Leistung ist schlichtweg beeindruckend. John Hurt, der hauptsächlich Kanzler Sutler über einen riesigen Bildschirm darstellt, ist aufgrund seiner Rolle in 1984″ in zweifacher Hinsicht eine Idealbesetzung. Auch Stephen Fry, als humorvoller Fernsehmoderator, macht seinen Job mehr als gut. Trotz seiner Nebenrolle, bleibt seine Präsenz bis zum Schluss bestehen. Stephen Rea, als suchender und zweifelnder Polizist Lewis Pothrero, spielt seine Rolle ebenfalls exzellent. Besonders im Finale, kann er durch seine offensichtliche Müdigkeit gegenüber des falschen Regimes punkten.

Fazit

Die Geschichte des maskierten Freiheitskämpfers V, ist eine dieser Geschichten, die einen nicht so schnell loslässt. Sie soll zum Nachdenken anregen und dem Zuschauer eine Botschaft mitgeben. Durch die hervorragende Umsetzung der Comic-Vorlag von Alan Moore, gelingt den Wachowski-Brüdern, wie Regisseur James McTeigue, dies ohne Probleme. Zwar sind hin und wieder kleine Schwächen erkennbar, doch durch die konsequente Inszenierung, dem großartigen Cast sowie einem glorreichem Finale, präsentiert sich "V wie Vendetta" als Comic-Adaption, die nicht nur Fans des Genres gesehen haben müssen.

Autor: Thomas Repenning

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