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100 Jahre nach der schrecklichen Katastrophe rund um die Titanic, kommt ein gewiefter Geschäftsmann auf die Idee, den Luxusdampfer erneut über die Ozeane zu schicken. Die Titanic 2″ soll am gleichen Tag auslaufen wir ihr Vorgänger. Doch durch modernste Technik, sowie neuster Rettungsmaßnahmen soll sich das Schicksal der ersten Fahrt nicht wiederholen. Allerdings wurde die Rechnung ohne einen riesigen Gletscher, einer Meterhohen Mammut-Welle, sowie menschlichem Versagen gemacht.
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Kritik

100 Jahre später. 400 Tonnen Eisen und Stahl. Nichts lässt dieses Schiff sinken. (Text auf der Verpackung)

Was eigentlich immer als Scherz dafür gedacht war, dass Hollywood gerne jeden Stoff mehrmals verfilmt, ist jetzt bittere Realität geworden. Nun könnte man meinen, dass ein Remake von James Camerons Romantik-Drama Titanic von 1997 doch gar nicht so schlecht sein könne. Liest man aber den Namen der Produktionsfirma  The Asylum, wird man schnell eines Besseren belehrt. Das Trash-Studio ist immerhin für Filmperlen wie Krieg der Welten 2″, Transmorphers: Fall of Man, Paranormal Entity, sowie zwei Mega Shark vs.-Filme verantwortlich. Leiht man sich ihr neustes Werk Titanic 2 – Die Rückkehr aus, sollte man genau wissen worauf man sich einlässt.

Denn bei Shane Van Dykes Meisterwerk der schlechten Unterhaltung, bekommt man alles außer einer vernünftigen Verfilmung der klassischen Titanic-Geschichte. Zwar heißt der Kreuzer Titanic 2 und sieht seinem Vorgänger zum verwechseln ähnlich, doch dort hören die Gemeinsamkeiten dann auch wieder auf. Wo James Cameron mit einer tiefgreifenden Handlung punkten konnte, erzählt Shane Van Dyke ein oberflächliches und plattes Machwerk, was nicht mal Trash-Liebhabern gefallen dürfte. Die Idee der globalen Erwärmung die Schuld für eine ausgewachsene Katastrophe zu geben, mag im ersten Moment interessant sein, doch dies wird ebenso wenig ausgebaut  wie die Charaktere, die die Handlung voran treiben.

Bei den Effekten macht sich das geringe Budget von Titanic 2 – Die Rückkehr deutlich bemerkbar. So sieht man eine CGI-Titanic, die auf einem digitalen Atlantik mit einer künstlichen Megawelle kollidiert, die optisch höchstens in Computerspielen ansehnlich war, die vor 10-15 Jahren noch aktuell waren. Hinzu kommen die schlechten Kulissen, die weder Details noch sonst irgendetwas Markantes aufweisen. So könnten Teile des Luxus-Schiffes von einem typischen alten Frachter stammen. Nach Luxus sehen zumindest die Szenen zu keiner Zeit aus. Doch sogar vor den Kostümen macht der schlechte Geschmack nicht halt. So passen diese weder dem Setting, noch den Schauspielern die sie tragen. Man konnte wohl nur eine Einheitsgröße für die Mannschaft bestellen.

Wer Trash liebt und dabei gerne mal auch lachen möchte, ist bei der zweiten Titanic Goldrichtig. So bekommt man ständig Details präsentiert, bei denen man unfreiwillig lachen muss. Dies fängt schon bei der Verabschiedung der Titanic 2 an, wo auf dem Pier ganze 10 Menschen stehen, dabei aber das Klatschen von mindestens 1000 zu hören ist. Ebenfalls interessant sind die 10-15 Statisten, die gleich an mehreren Stellen der Titanic 2 zum Einsatz kommen. Beginnt dann nach der Katastrophe die Massenpanik, laufen diese gleich mehrmals an der Kamera in verschiedenen Szenen vorbei. Dazu passend mit der richtigen aufgesetzten Mimik, die komischer kaum sein könnte. Soundfehler, platte Dialoge oder lustlos gesprochene Rollen, runden das ganze dabei ab.

Regisseur Shane Van Dyke spielt in seinem eigenen Werk auch die Hauptrolle und trägt so zusätzlich zum Desaster bei. Anfangs zeigt er sich als waschechter Frauenheld, wandelt sich dann um 180 Grad, um sodann als waschechter Held der schönen Hold das Leben zu retten. Das dies weder nachvollziehbar, noch in irgendeiner Form plausibel erklärt wird, ist selbstverständlich. Ein Rätsel wird die Teilnahme von Bruce Davison (X-Men, Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene) bleiben, der durchaus ein ansehnlicher Schauspieler in Hollywood ist. Sei es Geld oder Langweile, die Rolle von James Maine, der von Anfang bis Ende in einem Hubschrauber sitzt, ist der einzige Lichtblick während der kompletten 90 Minuten. Denn was der restliche Cast an Leistungen zeigt, würde nicht mal für das Traumschiff reichen.

Fazit

Für den schlechtesten Film aller Zeiten reicht Van Dykes Katastrophenfilm wohl nicht ganz, doch ein weiter weg ist es bis dahin nicht mehr. Was hier an Kulissen, Effekten, Handlung und darstellerischer Leistung präsentiert wird, lässt sich gut und gerne als unterirdisch bezeichnen. Für wirklich masochistisch veranlagte Trash-Fans geeignet, alle anderen sollten lieber der echten Titanic beim sinken zusehen.

Autor: Thomas Repenning

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