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Eigentlich könnte alles so sein wie bei Tausenden anderen Teenagern auch: Gardener (Asa Butterfield) und Tulsa (Britt Robertson) haben sich beim Chatten im Internet kennengelernt und würden sich gern endlich persönlich kennenlernen. Aber was Tulsa nicht ahnt: Gardener lebt Millionen von Kilometern von ihr entfernt. Vor 16 Jahren kam er während einer Mars-Expedition als Kind einer Astronautin zur Welt. Seine Mutter starb bei der Geburt, und er lebt seitdem auf dem roten Planeten. Schon lange aber träumt er davon, endlich zur Erde zu fliegen, um endlich das wirkliche Leben kennen zu lernen - und natürlich Tulsa, das Mädchen aus Colorado, die ihm, ebenso einsam wie er, so vertraut und verbunden scheint. Die Ärzte befürchten zwar, dass sein Körper der Erdatmosphäre nicht gewachsen sein könnte. Aber Gardners Neugier und Freiheitsdrang sind größer als alle Bedenken. Endlich auf der Erde angekommen, macht er sich bei erster Gelegenheit aus dem Staub, um zusammen mit Tulsa den Trip seines Lebens zu unternehmen – und um seinen Vater zu finden ...

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Kritik

Mit seinem Pop-Märchen Hannah Montana und der Selbstfindungskomödie Hector and the Search for Happiness hat Peter Chelsom bewiesen, dass er die dramaturgische Tonleiter substanzloser Mainstreamkost auf jede Altersgruppe einstimmen kann. Sein jüngstes Werk stellt erneut Kommerz über Kunst und Formalismus über Inspiration. Alan Loebs Story würfelt ein Potpourri an Genres und Themen zusammen, ohne sich für eines aufrichtig zu interessieren. Den Anfang machen abgekupferte Sci-Fi-Elemente, die später wahlweise ignoriert oder verdrängt werden. Eine in sich schlüssige Handlung ist hier schon zu viel verlangt. Dafür wird jede Wendung schon meilenweit im Voraus angekündigt. 

Wissenschaftler Nathaniel Shepherd (Gary Oldman) hat angesichts der globalen Umweltzerstörung eine Kolonie auf dem Mars initiiert. Zu sehen ist von der Katastrophe weder zum Startzeitpunkt der Mission noch während der Haupthandlung 16 Jahre später etwas. Alles also doch eine Erfindung von China? Egal, der auf dem Mars geborene Gardner (apathisch wie gewohnt: Asa Butterfield) erfreut sich bei seinem ersten Besuch an der Schönheit des Blauen Planeten. Pech für den naiven Helden, dass er nicht bleiben kann. Seine Astronautin-Mutter (Janet Montgomery) hat ihn in einer absurden Schauvorführung weiblicher Inkompetenz im Weltraum ausgetragen. Bei den Eignungstests der NASA fehlten die Zauberstäbchen zum Draufpinkeln und einer hormonverwirrten Frau kann keiner zutrauen, die Signale ihres Körpers zu deuten. So leidet ihr Sohn an einer schwer allegorischen Kondition: „Sein Herz ist zu groß. Er kann auf dieser Welt nicht leben.“ 

Bis zur unvermeidlichen Trennung hilft ihm die als rebellische Außenseiterin vorgestellte Tulsa (Britt Robertson), seinen Vater ausfindig zu machen. Während des unglaubhaften Roadtrips der beiden sitzt sie plötzlich mit Lipgloss und Blow Dry Frisur neben dem Marsmenschen und die Romanze kann losgehen. Bei der pathetischen Verflachung des Genres scheint es bloß eine Frage der Zeit bis zur Weltraum-Soap von Nicholas Sparks. Der Autor scheint am Set von Den Sternen so nah um die Ecke gestanden zu haben, um Tipps einzuflüstern: Jetzt zu aufwallender Musik mit dem Flugzeug davon! Aus dem Autofenster lehnen und einen Popsong voll aufdrehen! Eine verzweifelte Umarmung in der schäumenden Meeresbrandung! Und wenn der Held schon vom Mars kommt, ist für Product Placement auch noch Platz.

Fazit

Pseudophilosophisch verbrämte Science-Fiction-Ware wie "Gravity", "The Martian" und "Interstellar" hat der intergalaktischen Version von Vorstadtjunge trifft Großstadtmädchen den Weg geebnet. In diesem kalkulierten Konzept sind Oldman und Carla Guigno als kinderlose Wissenschaftlerin, die Muttergefühle entdeckt, höchstens Aushängeschilder eines rein behaupteten Tiefgangs, der am Zielpublikum sowieso vorbeiginge.

Autor: Lida Bach

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