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Brantley Foster will nur eins: den großen Erfolg im Geschäftsleben. Daher zieht er direkt nach dem College, aber ohne Berufserfahrung, aus einem kleinen Kaff in die große Stadt, wo er sein Glück zu machen hofft. Allerdings will dem jungen Mann niemand eine Chance geben, bis sich endlich sein Onkel Howard zu einem kleinen Job im Botendienst breitschlagen läßt. Unter dem Pseudonym “Carlton Whitfield” schnappt er sich ein Büro und schafft sich so selbst seine Bewährungschance.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Wenn niemand Dein Talent erkennen möchte, dann musst du es eben unter dem Radar verwirklichen, bis es den selbstsüchtigen Ignoranten wie Schuppen von den Augen fällt. So jedenfalls scheint die Devise des 24-jährigen Brantley Foster (Michael J. Fox, Teenwolf), der gerade die Kansas State University absolviert hat und nun eine Stelle in New York antreten soll. Die Dinge laufen allerdings nicht nach Plan und Brantley landet schlussendlich in der Postabteilung des Unternehmens seines Onkels (Richard Jordan, Flucht ins 23. Jahrhundert). Vier Jahre College also, um immer noch ganz unten in der wirtschaftlichen Nahrungskette zu stehen? Nein, natürlich nicht, denn Das Geheimnis meines Erfolges von Herbert Ross (Magnolien aus Stahl) hat kein Herz für Verlierer, sondern glaubt nur an eine Richtung: Ganz nach oben.

Fast schon absurd erscheint die Vehemenz, mit der Das Geheimnis meines Erfolges seine unausstehliche Yuppie-Mentalität durchpeitschen möchte. Das beginnt bereits damit, dass Brantley seine provinzielle Heimat verlässt und jeden Blick zurück als eine Niederlage versteht: Sich im ständigen Bewusstsein über die eigene Wurzeln zu sein, für Herbet Ross und seine Drehbuchautoren ist das ein Zeichen von Schwäche. Brantley aber ist kein Schwächling, auch wenn er erst einmal im Keller des multinationalen Firmenkonglomerat angestellt wird. Sein Plan, um möglichst schnell die Spitze zu erklimmen, ist zwar nicht wasserdicht, aber augenfällig: In einer Gesellschaft von 30.000 Mitarbeiten wird es doch wohl nicht auffallen, wenn ein Anzugträger mehr oder weniger durch die unzähligen Büros des bis in den Himmel ragenden Gebäudes tingelt. Also fährt Brantley einfach zweigleisig, zeitweise im Untergeschoss, zeitweise in der Führungsetage.

Könnte sich Das Geheimnis meines Erfolges nicht auf den jugendlichen Charme seines Hauptdarstellers verlassen, der es sogar in diesem Fall irgendwie schafft, den unausstehlichen Karriereismus seiner Figur durch sein sympathisches Wesen abzufedern, würde die Aufsteigerkomödie von Herbert Ross frontal der verqueren Vorstellungen erliegen, ein erfülltes Leben lässt sich nur durch Luxus und Komfort rechtfertigen. Dem Zurück in die Zukunft-Star Michael J. Fox aber gelingt ein Stück weit, die ideologische Schärfe aus dem Szenario zu nehmen und Das Geheimnis meines Erfolges zur bisweilen munteren, aber grundsätzlich dummen Verwechslungsklamotte zu machen. Immerhin. Das krampfhafte Plädieren auf Optimierung und Maximierung jedoch erklärt Das Geheimnis meines Erfolges letztlich zum unappetitlichen Hohelied auf den beruflichen Kampfgeist, in dem sich die Menschen mit Wonne von den Wolkenkratzern verschlucken lassen.

Fazit

Es ist teilweise unangenehm zu beobachten, wie sich diese Aufsteigerkomödie mit leisen Frank Capra-Zügen mehr und mehr zum feuchten Yuppietraum entwicklt. Dieses verqure Hohelied auf den Karrierismus wird nur durch Michael J. Fox ins Erträgliche und halbwegs Spielerische gerettet.

Autor: Pascal Reis

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