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Drei unglückliche Jungen fliehen in die Wildnis, wo sie sich ein provisorisches Heim bauen und als Meister ihres eigenen Schicksals davon leben, was die Natur ihnen gibt. Das war zumindest mal der Plan...
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Kritik

Fast jeder, der im Jugendalter mit einem Fokus auf die Filmwelt groß geworden ist, erinnert sich an Jugendfilme wie etwa "Die Goonies" oder "Stand by me", die eine Abenteuergeschichte aus der Perspektive von jungen Leuten gezeigt hat. Wer eine solche Geschichte in der heutigen Filmwelt vermisst ,wird in "Kings of Summer" eine Wiedergeburt des Jugendfilms finden, der gekonnt Abenteuer und Coming of Age miteinander verbindet.

Dabei ist das Grundkonstrukt des Filmes nicht sonderlich ausgefallen, beziehungsweise außergewöhnlich, und erzählt die Geschichte von drei Ausreißern, die in ihrer familiären Umgebung so eingeschränkt sind, dass sie entschließen in eine selbstgebaute Hütte in den Wald zu ziehen um ein Leben frei nach ihren Regeln leben zu können. Dabei schildert Regisseur Jordan Vogt-Roberts zu Beginn die Beziehungen innerhalb der Kernfamilie, ohne diesen Blickwinkel zu lange einzunehmen. Insbesondere die Dramatisierung der Vater-Sohn Beziehung zwischen Joe (Nick Robinson) und seinem Vater Frank (Nick Offerman) ist sehr gelungen und bietet das Fundament für die Reaktion des Jungen, mit seinen Freunden in den Wald zu gehen. Die Reise der Jugendlichen in den Wald weckt alte Erinnerungen in den Zuschauer und reflektiert die Schwierigkeiten der Selbstständigkeit auf eine gerechte Art und Weise.

Dabei steht die Freundschaft der Protagonisten im Vordergrund und die Inszenierung bietet eine Ausgewogenheit zwischen Coming of Age, Drama und Abenteuer und so ist die Darstellung in dem Haus mehr als solide. Die Kombination aus ruhiger Erzählung, wunderbarer Indie-Musik und tollen Schauspielern vermittelt ein Gefühl der guten Laune. Doch leider schlägt der Film zum Ende zu sehr in Melancholie um und karikiert den Freundschaftskonflikt, wenn es um ein Mädchen geht. Auch vernachlässigt der Film zuvor die Ernsthaftigkeit zu sehr, da er sich klar auf die Unterhaltung fokussiert. Umso abrupter wirkt der Umschlag zum Ende, wenn aus Leichtigkeit für kurze Zeit bitterer Ernst wird. Was am Ende dennoch bleibt ist ein wunderbarer Film über die Freundschaft, den Unabhängigkeitsdrang von Jugendlichen und den eigentlichen Stellenwert von Familie. "Kings of Summer" bietet beste Unterhaltung, der in manchen Situationen die Ernsthaftigkeit fehlt. Dafür sorgen die leichte Inszenierung und der stimmige Soundtrack für schöne 96 Minuten, die so schnell zu Ende sind, wie sie begonnen haben.

Fazit

"Kings of Summer" bringt alte Erinnerung an "Die Goonies" oder "Stand by me" wieder zurück und ist dazu noch ein toll gespielter und gut inszenierter Coming of Age Film, der nur zum Ende etwas schwächelt!

Autor: Sean Theumer

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