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Dan Landsman war noch nie in seinem Leben ein cooler Typ. Das soll sich allerdings ändern - wenn er denn Oliver Lawless, den damals beliebtesten Jungen an der High School und mittlerweile das Gesicht einer nationalen Werbekampagne, davon überzeugen kann, an ihrem Klassentreffen teilzunehmen. Also macht sich Dan von Pittsburgh auf nach L.A., wo er ein Lügengerüst aufbaut, um Lawless zu ködern...
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Kritik

Schon mal vom „D-Train“ gehört? Damit ist nicht das olle Sprichwort gemeint, ein alter Mann sei halt keiner und man solle doch etwas langsamer machen. Selbst im angelsächsischen Sprachraum ist die Aussage eher unbekannt. Schenkt man einigen Quellen aus dem Internet glauben, steht „D“ für „Dick“ und „D-Train“ für „Sex mit einem Mann haben“. Passt gut zur Thematik des Films, denn Jack Black hat hier Sex mit einem Mann. Wer jetzt denkt, Homoerotik sei widernatürlich und habe nichts im Kino verloren, der klickt bitte oben rechts auf das kleine rote X.

Bevor wir aber all die schmutzigen Geheimnisse ausgraben begeben wir uns zur Ausgangssituation des Films. Daniel Gregory Landsman (Jack Black) ist ein unscheinbarer Enddreißiger und ist seit seinem Highschool-Abschluss vor 20 Jahren nicht weggekommen. Seine Tage verbringt er in einem nach Mottenkugeln müffelnden Büro, dessen genaues Geschäftsfeld dem Zuschauer bis zum Schluss verwehrt bleibt. Ohne eine ordentliche Internetverbindung fristet er sein Leben zwischen Langeweile und Lethargie, einzig seine Aufgabe als (selbsternannter) Leiter des Jubiläumskomitees (für ein zwanzigjähriges Highschool-Jubiläum wirken selbst viele der hintersten Nebenrollen deutlich zu alt, Jack Black ebenfalls) bringt Abwechslung in den Alltag. Doch selbst da wird er von ehemaligen Mitschülern wie damals geschnitten und ausgegrenzt, eine Veränderung muss her!

Diese findet er eines Nachts im TV, wo ein Werbespot für eine drittklassige Sonnencreme läuft, mit seinem ehemaligen Mitschüler Oliver Lawless (James Marsden) als durchtrainierter Lifeguard Marke David Hasselhoff. Schnell stilisiert Landsman ihn zu einer Hollywood-Ikone hoch, die es zu bewundern gilt. Hier ist natürlich mehr Schein als Sein, Lawless hat ein Drogenproblem und vegetiert in einem abgerockten Apartment. Landsman aber gibt sich nur zu gern der Illusion hin.

Und das würden wir als Zuschauer nur auch allzu gerne, wären die Figuren und die Konstellation, in die sie sich manövrieren, nur halbwegs interessant oder sympathisch. Doch beides muss man, wenn man ehrlich ist, verneinen. Neben der chronischen Unzufriedenheit mit seinem Leben, trotz liebender Frau und nach Rat fragendem Sohn,  gibt es keine Merkmale, die Blacks Rolle hier ausmachen. Nach Aufmerksam geifernd biedert er sich im Laufe des Films seinem Ex-Mitschüler an, der dieses Verhalten für eine eigene Ego-Steigerung zu nutzen weiß und die (Schein-)Rolle seines Lebens spielt. Wo ist der angekündigte Sex, wird inzwischen wütend auf den Tisch gehauen, dass die Gläser klirren. Nach einer Nacht mit klirrenden Gläsern landen beide im Bett, wobei Landsman definitiv den passiven Part übernimmt und nicht realisiert, was über ihn gekommen (hohoho) ist. Hier wittert man fast schon eine Chance, aus dem Korsett der 0815-Komödie auszubrechen und eine gefühlvolle Geschichte eines Mannes mit Identifikationsproblemen zu erzählen. Doch leider wird die Chance so schnell vertan, wie sie sich gegeben hat, denn eines wird schnell klar: Die Macher finden Homos blöd. Und entsprechen damit noch immer einem Weltbild, welches nur knapp hinter dem Image eines schürzenjagenden Hollywoodstars der 50er Jahre liegt. Da wurde das Korsett leider zu eng geschnürt und man ist qualvoll erstickt.

Die ganze Situation gipfelt dann natürlich auf dem Klassentreffen, welches nur durch die Zusage des in der High School beliebten und als große Hollywood-Nummer verkauften Lawless zustande kam. Dort entlädt sich Landsmans Wut auf Lawless, da dieser sich von ihm (für seine kranken Sexgeschichten) benutzt sieht. In Peinlichkeit kaum noch zu überbieten, kehrt er zurück zu Frau und Kind und erfüllt wieder das amerikanische Familienbild. Dass seine Frau ihn fast ohne Murren zurücknimmt ist da nur noch eine traurige Randnotiz.

Fazit

Unsympathische Figuren gemischt mit paranoider Homo-Angst. Das Regiedebut von Jarrad Paul und Andrew Mogel ist eine gewaltige „Mogel-Packung“. Selbst Fans von Jack Black müssen hier beide Augen und noch die Ohren zudrücken, um diesen Film ertragen zu können. An den Kinokassen floppte der Film übrigens kolossal und findet sich in der Top 15 der größten Kinoflops nach Startwochenende (ganze 447.524 Dollar bei 1.009 Kino) wieder. Vielleicht ein Einreiz, vergleichbares in Zukunft sein zu lassen.

Autor: Magnus Knoll

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