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Jack Regan (Ray Winstone) ist wahrhaft ein Polizist der alten Schule: Er pöbelt, prügelt und schießt sich mit einer gespenstigen Freude durch die Reihen der Kriminellen und pfeift gerne darauf, was ihm seine Vorgesetzen (Damian Lewis) gerne vorschreiben wollen. Regan leitet indes die berühmte Polizei-Spezialeinheit The Sweeney (unter anderem Ben Drew), die dafür bekannt ist, auch einmal gerne mit Baseball-Schlägern zu einer Verhaftung zu fahren. Und somit kennen sie kein Pardon und kämpfen gegen die Unterwelt mit ihren eigenen gefährlichen Mitteln. Als eines Tages schließlich ein Juwelenraub aus dem Ruder läuft und eine Angestellte getötet wird, hat indes Regan schnell einen Verdacht: Einbruchsexperte Allen (Paul Anderson) soll für die Tat verantwortlich sein und wird daher prompt brutal verhaftet. Allerdings erweist sich dieser als scheinbar Unschuldig, wodurch schnell die Interne, unter der Führung von Simon Ellis (Allen Leech), eingeschaltet wird. Zudem gibt es innerhalb der Truppe Korruption. Da zudem Regan auch noch mit Ellis Frau Nancy (Hayley Atwell) schläft, ist eine Eskalation vorprogrammiert. Währenddessen bereitet eine brutale Räuberbande einen Coup vor, der alles für immer verändern wird…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

In den letzten Jahren hat sich das britische Kino, ebenso wie das französische, vor allem auf hochdramatische, optisch zumeist kühle sowie recht rabiate Thriller konzentriert, die zumeist hervorragende Genre-Kost darstellen. Sei dies der Jason Statham Actioner Blitz, der Agenten-Streifen Cleanskin mit Sean Bean, das IRA-Drama Shadow Dancer mit Clive Owen oder der kommende Thriller The Liability mit Tim Roth. Cast sowie Inszenierung sorgen oftmals für hohe Erwartungen, die besonders durch die raue Darstellung noch übertroffen werden. Zwar erweisen sich die meisten Filme als keine Meisterwerke, doch wer routinierte Genre-Vertreter sucht, wird hier zumeist mehr als fündig. Und so erweist sich auch der neueste Film The Crime (OT: The Sweeney) von Regisseur Nick Love (The Football Factory) als sympathischer Cop-Thriller, der bei Fans stets den richtigen Nerv trifft. Denn besonders die Geschichte rund um den grobschlächtigen Bullen Jack Regan weiß zu begeistern. Was folgt ist ein spannender wie brachialer Crime-Trip durch die Straßen Londons, der gerade zum Finale hin eine Menge imposanter Szenen offenbart. Schnell, ruppig, hart, unterkühlt und mit vielen Bad-Cops, gibt es somit eine Menge Spaß.

Die Geschichte von The Crime basiert unterdessen auf der gleichnamigen britischen 70er Jahre-Kultserie (in Deutschland lief sie unter dem Titel Die Füchse) und dreht sich um eine Polizeieinheit, die weder Regeln noch ein Limit kennt. Mit Baseballschlägern, bloßen Fäusten oder eben brachialer Verhörmethoden, geht es so der Unterwelt Londons an den Kragen. Für bullige Sprüche, einen kraftvollen Hauptcharakter sowie jede Menge Action ist also gesorgt. Allerdings ist die geniale Vorlage indes auch der größte Schwachpunkt der Story, da sich der komplette Film wie eine Pilotfolge für eine kommende Serie anfühlt. Zwar werden die meisten Charaktere recht passabel eingeführt, doch im Fokus bleiben vor allem Jack Regan (der fantastische von Ray Winstone gespielt wird), sein Partner Ben Drew (der passend die innere Zerrissenheit, zwischen Familie und Job, seines Charakters darstellt) sowie Regans Erzfeind Ivan Lewis (ebenfalls sehr gut von Steven Mackintosh verkörpert, der die Verklemmtheit des Charakters auf den Punkt bringt), dessen Geschichten aber allesamt gegen Ende noch nicht erzählt sind. Denn besonders Ivan Lewis wird oftmals nur Oberflächlich behandelt, bis er Richtung Finale schließlich komplett verschwindet. Was bleibt ist aber dennoch eine interessante wie wendungsreiche Story rund um einen brutalen Coup, der einige der realistischsten Actionszenen seit Heat offenbart.

Und so lebt The Crime, neben seinem kraftvollen, stoischen wie vielseitigen Hauptcharakter, vor allem von seiner rustikalen Inszenierung. Die Action ist schlichtweg beeindruckend dargestellt und sorgt gar zum Ende hin für regelrecht offene Münder. Besonders wenn sich eine skrupellose Gangster-Truppe ohne Rücksicht durch die Straßen von London kämpft, ist dies höchst dramatisch, äußerst brutal und vor allem über alle Maßen spannend. Und auch Kamera sowie Hochglanz-Optik (stets passend mit gläsernen wie unterkühlten Gebäuden untermalt) treffen genau auf den Punkt. Dies gilt jedoch nicht für die Erzählung an sich, die zwar durchaus überzeugen kann, aber gerade gegen Ende hin immer auf einen doppelten Boden setzt.  Mit vielen Dialogen sowie einigen Wiederholungen, wird so viel Potenzial verschenkt. Wenn aber Jack Regan sich schreiend sowie pöbelnd wieder in den Vordergrund drängt, ist dies gerne vergessen. Und wer glaubt, dass sein Charakter eindimensional bleibt, wird vor allem von vielen emotionalen Momenten eines besseren belebt. Somit erweist sich Regan als charismatische wie sympathische Bad-Ass-Figur, die seinen Berserker-Polizei-Kollegen in nichts nachsteht.

Fazit

Regisseur Nick Love präsentiert mit seinem brachialen wie rauen "The Crime" einen äußerst gelungenen Cop-Thriller, welcher gerade von seinem vielschichtigen wie bulligen Hauptcharakter lebt sowie der realistischen wie harten Action-Darstellung. Jedoch sorgen Längen, eine etwas eigenartige Serienmentalität sowie einige Story-Fehler dafür, dass es bei nur guter Genre-Kost bleibt. Für Fans rabiater Polizeitrupps, ist dieser Trip aber Pflicht.

Autor: Thomas Repenning

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