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Quelle: themoviedb.org

Verfügbar auf

Netflix

Inhalt

Sarah ist verzweifelt. Wie viele junge Menschen mit dem Traum vom großen Ruhm ist sie nach LA gezogen um dort Schauspielerin zu werden. Wie viele junge Menschen mit dem Traum vom großen Ruhm strampelt sie sich ab ohne wirklich vom Fleck zu kommen. Zwischen ihrem entwürdigenden Job in einem schmierigen Diner, ihrer Unzahl an falschen Freunden und einem erfolglosen Casting nach dem anderen nimmt ihre Frustration schon so überhand, dass sie anfängt sich selbst zu misshandeln. Als sie dabei einmal von einigen Casting-Agenten erwischt wird, bietet sich ihr plötzlich eine verführerische Gelegenheit.

Kritik

Los Angeles und speziell Hollywood ist als Traumfabrik nicht nur Ursprung, sondern auch immer wieder Inhalt vieler Filme. Das kann mal positiver oder mal negativer ausfallen, aber ganz so wie bei "Starry Eyes" wurde die Stadt der Engel sicher noch nie behandelt. Denn der Film verbindet geschickt eine abgründig erschreckende Story mit den Klischees über und diversen Kritikpunkten an Hollywood zu einem ungewöhnlichen Horrorfilm.

Das Hollywood der Teufel ist, wird immer wieder in verschiedenen Graden der Scherzhaftigkeit behauptet, aber was Sarah (Alex Essoe) durchmacht ist wirklich teuflisch. Denn zunächst gibt sich der Film wirklich Mühe darzustellen, woher die Verzweiflung herkommt, die sie antreibt all die Dinge zu tun, die sie macht. Das sind keineswegs okkulte Mächte, ein Kampf um Leben und Tod oder irgendeine Form von Gehirnwäsche. Es ist der unbedingte Wille ein Star zu sein, auch wenn es eine absolute Transformation zur gewollten Rolle bedeutet. Eine Transformation, die schon weniger mit Schauspielerei zu tun hat, sondern eher mit Selbstentfremdung bis hin zur masochistischen Selbstverstümmelung. Das ist nicht das Endprodukt, sondern lediglich der erste Moment ab dem sich die bösen Mächte der großen Produktionsfirma für Sarah zu interessieren beginnen. Was diese düstere Stimmung noch verstärkt, ist dass es zu den seelenlosen Dämonen des Erfolgs keinen echten Gegenentwurf gibt: Sarahs Freunde bieten keine wirkliche Alternative zum „Sell-Out“. Sie sind vielmehr verlogene Schwätzer, denen es an Erfolg mangelt und die sich in ihrer Egozentrik gegenseitig übers Ohr hauen. Diese Auswegslosigkeit wird so stark betont, dass sogar die Landschaftsaufnahmen kein sonniges Paradies, sondern ein graues und von Smog vergiftetes Häusermeer darstellen...

Besonderes Lob verdienen Make-Up Artists (Analyn Cruz, Marina Coria, Katie Middleton) und die damit verbundenen Special Effects Crew (Huga Villasenor, Matt Falletta). Das erscheint recht ungwöhnlich und wird selten bei Filmen gesagt, ist hier aber absolut angebracht. Denn sie sind es die dem Astraeis-Produzenten den letzten Schliff seines nur oberflächlich menschlichen Looks gegeben haben, der bei aller Sauberkeit doch innerlich sämtliche Alarmglocken schrillen lässt. Sie sind es, die Sarahs Verwandlung so eindrucksvoll illustrieren, dass sich selbst hartgesottene Horrorfilm-Fans vor Unwohl in ihren Sitzen winden. In dieser Hinsicht wird in Starry Eyes wirklich bemerkenswertes geleistet. Sollten hier CGI-Effekte benutzt worden sein, dann so dezent, dass man sie überhaupt nicht bemerkt. Insgesamt scheint man eher auf oldschoole Techniken, Kunstblut und Schnitte zu setzen, die dem Film einen „echten“ Look geben.

Diese Effekte und die schon erwähnte Atmosphäre lassen einem mit dem unschönen Gefühl zurück der Abtreibung einer Seele beigewohnt zu haben. Das mag abschreckend klingen, ist aber ein Testament für die eindrucksvolle Wirkung dieses Horrorfilms.

Fazit

Origineller Horrorfilm mit bedrückender Atmosphäre, hohem Ekelfaktor und einem düsteren Kommentar auf die Traumfabrik Hollywoods. Sehr zu empfehlen für diejenigen, die Horrorfilme eigentlich mögen, aber schon lange nichts „Interessantes“ mehr zu sehen bekommen haben.

Kritik: Sören Jonsson

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