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Die Grundstory von „Sand Sharks“ liest sich wie die Blaupause einer x-beliebigen Trashgurke. Jimmy Green (Corin Nemec aus „Parker Lewis“), der verlorene Sohn des Bürgermeisters von White Sands, kehrt nach jahrelanger Abwesenheit auf seine Heimatinsel zurück, um ein Festival im Stile des legendären Burning Man in Nevada zu organisieren. Das sogenannte Sandman Festival soll tausende partygeile Studenten (im Film von knapp 50 Mittzwanzigern dargestellt, die vor einer improvisierten Bühne herum hüpfen und Sandburgen bauen) auf die Insel locken, die marode Wirtschaft wieder ankurbeln und Jimmy Greens Budget aufbessern. Zeitgleich terrorisiert jedoch auch ein sogenannter Sand Shark die Strände und dezimiert sowohl die Bevölkerung als auch die Gäste im Meer und an Land. Um sich den erhofften Geldregen durch das Festival nicht entgehen zu lassen, bleiben die Strände von White Sands jedoch trotz dieser Gefahr geöffnet, wodurch der Hai mit immer größeren Mengen an Menschenfleisch angefüttert wird. Natürlich wäre der Trashquark ohne den ehrenhaften Sheriff (Eric Scott Woods aus „Jonah Hex“), die hübsche Wissenschaftlerin (Hulk Hogans Tochter Brooke Hogan, die 2012 auch in „2-Headed Shark Attack“ viel Haut zeigen darf) und das Auftauchen einer ganzen Killerfischfamilie nicht komplett.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Zahnlose Sandhaie auf Teenagerjagd

Wenn man von der großen Ausnahme „Jaws“ und dem durchaus gelungenen „Deep Blue Sea“ absieht, hat es bis zum heutigen Tag noch kein Streifen über mordende Haifische geschafft, aus der B-Movie-Ecke herauszugleiten und sich einem (zumindest etwas) anspruchsvolleren Kinopublikum zu präsentieren. Zumeist beschränken sich Beiträge über blutrünstige Killerhaie auf Hochglanztrash ohne Story und Spannung wie „Jaws 2“ und „Shark Night 3D“ oder billigst heruntergekurbelte Syfy-Channel Produktionen wie „Sharkman“, „Dinoshark“ und „Sharkswarm“. Eben jene filmischen TV-Schnellschüsse machen ein Gros der derzeit im Handel erhältlichen Haifilme aus und sind, trotz ihrer offensichtlich miesen Qualität, scheinbar rentabel genug, um eine nicht enden wollende Flut an Haihybriden und prähistorischen Killersauriern zu rechtfertigen. Um sich zumindest etwas von diesem Trend abzuheben greift Asylum-Stammregisseur Mark Atkins („Battle of Los Angeles“) gemeinsam mit seinem Drehbuchautor Cameron Larson („Alligator X“) tief in die Trash-Trickkiste und erweitert den Handlungsspielraum der schwimmenden Killermaschinen auf den angrenzenden Sandstrand. Voila, „Sand Sharks“, der übrigens genau so hirnverbrannt ist, wie man bereits auf Grund seines Titels vermuten mag, war geboren.

Im Grunde darf man mit einem Film, der so offensichtlich mit Absicht gegen die Wand gefahren wurde wie Mark Atkins Haispektakel, nicht allzu hart ins Gericht gehen. Denn um ehrlich zu sein, weiß jeder Zuschauer ganz genau worauf er sich einlässt, wenn er sich einen Streifen mit dem Titel „Sand Sharks“ und Brooke Hogan in der Hauptrolle zu Gemüte führt. Trotzdem fehlen dem schnell heruntergekurbelten Fischfilmchen mindestens zwei essenzielle Zutaten, um zumindest ein durchschnittliches Wochenend-Trashfest mit Freunden und Bier bereichern zu können. Die Abwesenheit eben dieser, im Grunde groß angekündigten, wesentlichen Bestandteile kann man beinahe als Betrug am Kunden werten, wodurch auch diese vernichtende Kritik ihre Berechtigung erhält. Erstens bietet „Sand Sharks“ weniger nackte Haut als „Titanic“, was bei einem Tierhorrorfilm, der am Strand situiert ist, ein absolutes No-Go darstellt. Zweitens wird auch der großartige Uncut Vermerk am Cover ad absurdum geführt, wenn nahezu jeder Kill im Off stattfindet oder so klar als computeranimierte Spielerei erkennbar ist, dass selbst ein fünfjähriger nach Filmgenuss bereitwillig einen Badeurlaub auf der Insel White Sands buchen würde.

Darstellertechnisch bewegt sich „Sand Sharks“ genauso wie tricktechnisch und handlungstechnisch eher im untersten Bereich des Möglichen, wobei überraschender Weise Brooke Hogan als Wissenschaftlerin am ehesten überzeugen kann. Das wiederum ist jedoch mit ziemlicher Sicherheit  eher ihrem durchtrainierten Körper – den man jedoch auch weit spärlicher bekleidet auf aktuellen PETA-Bildern betrachten kann – geschuldet als ihrem schauspielerischen Talent.

Fazit

Sand Sharks“ ist eine blutarme und sexlose Mogelpackung, die weder als ernstzunehmender Tierhorrorfilm noch als wirkliche Trashgranate zu betrachten ist. Die genial stupide Idee eines im Sand schwimmenden Hais und Brooke Hogans Körper werden von miesem Schauspiel, unterirdischen Effekten, einem holprigen Drehbuch und durchgehender Langeweile für Null und Nichtig erklärt.

Autor: Christoph Uitz

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