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Matt Weston (Ryan Reynolds), ein junger engagierter CIA-Agent, fristet nun seit mehr als zwölf Monaten einen einsamen Dienst in Kapstadt. Seine Aufgabe: Die Bewachung eines sogenannten Safe-Houses, also ein als sicher geltendes Versteck des US-amerikanischen Geheimdienstes. Während er hierbei die wahre Identität vor seiner französischen Freundin Ana (Nora Arnezeder) geheim hält, kämpft er sich so durch Langweile, Telefondienst und das Drangsalieren seines Vorgesetzten David Barlow (Brendan Gleeson), der ihn endlich an einen neuen Ort versetzen soll. Als eines Tages jedoch der Ex-Agent und Verräter Tobin Frost (Denzel Washington) für ein Verhör ins Haus gebracht wird, scheint sich Westons Leben von Grund auf zu ändern. Denn der vermeintliche Gefangene ist eine Todesfalle für jeden, der sich ihm nähert. Nicht nur, dass der perfekt ausgebildete Killer aus jeder noch so schwierigen Situation entkommt, sondern er wird auch noch von einem mysteriösen Todesschwadron von Söldnern gejagt, die an geheime Informationen wollen, die Tobin zuvor gestohlen hat. Als schließlich auch noch das Safe-House überrannt wird, befinden sich beide fortan auf der Flucht, wobei Tobin allerdings bereits seinen eigenen Plan verfolgt…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Mit Regisseur Daniel Espinosa scheint gerade ein neuer Stern am Thriller-Himmel geboren worden zu sein –  zumindest laut Hollywood, die kurzerhand den Newcomer (Easy Money 2010) für den Star-Besetzten Action-Thriller Safe House verpflichteten. Die Zutaten sind hierbei auch alles andere als verkehrt, denn während bereits das Drehbuch von David Guggenheim 2010 auf der berühmten Black List stand (unverfilmte Drehbücher die ein hohes Potenzial besitzen), überzeugt auch die Besetzung in Form von Denzel Washington sowie Ryan Reynolds. Doch kann der Schwede mit chilenischen Wurzeln wahrhaft stilsichere Action in Form eines Tony Scott auf die Leinwand zaubern? Nicht ganz, doch gerade die präsentiere grobkörnige wie farbenfrohe Ästhetik offenbart einen Action-Trip der besonderen Art, der gerade Fans des Genres in die Kinos locken wird. Denn wenn sich Washington und Reynolds ein packendes Duell vor traumhafter südafrikanischer Kulisse liefern, kann im wahrsten Sinne überhaupt nichts schiefgehen. Und so drückt Regisseur Daniel Espinosa für seinen Film auch deutlich auf die Tube und lässt den Zuschauer kaum zu Atem kommen. Gibt es dann aber doch mal eine kleine Pause, fällt auf, dass die eigentliche Story hinter der vermeintlichen CIA-Verschwörung im Kern jedoch relativ handzahm bleibt.

Dies liegt vor allem daran, dass trotz des ungewöhnlichen Settings von Kapstadt, Safe House hauptsächlich bekannte Genre-Kost bietet. Regisseur Daniel Espinosa verzichtet auf gewagte Experimente und setzt vor allem im Bezug auf die Geschichte auf Geradlinigkeit sowie auf Tempo. Was vor allem der Action zugutekommt, offenbart in Hinblick auf die Story ein stetiges Déjà-vu-Gefühl, was gerade bei den vielen schnellen Handkamera-Szenen deutlich an einen Jason Bourne erinnert. Nur punktuell zeigt sich so Espinosa mutig und verlässt an der einen oder anderen Stelle bekannte Konventionen, beispielsweise bei einer mehr als atemberaubenden Jagd durch ein Township. Der Rest dagegen ist gewohnt routiniert heruntergespielt und wird nur ab und an mit etwas bekannten Motiven von CIA-Verschwörung sowie Folter-Kritik aufgewertet. Während so die Geschichte als geeignete solide Rahmenhandlung fungiert, ist der Rest dagegen umso spektakulärer. Seien es die vielen atemberaubenden Action-Sequenzen oder die hohe Geschwindigkeit, die der Suche nach einem sicheren Versteck trotz 115 Minuten Laufzeit sowie einer durchgehenden Vorhersehbarkeit kaum Längen beschert. Jedoch hat die rasante Fahrt im fünften Gang auch seine Schattenseite: Denn gerade durch die ständigen Schnitte, Schwenks sowie der wackelnden Kamera  von Oliver Wood (Die etwas anderen Cops), geht an der einen oder anderen Stelle schnell die Übersichtlichkeit verloren, was gerade angesichts Adrenalin getränkter Verfolgungsjagden ein deutliches Manko ist.

Dennoch zeigt sich gerade die Action von seiner besten Seite. Besonders die stetigen Verfolgungsjagten, egal ob zu Fuß oder mit dem Auto, sind eine wahre Freude, die angesichts eines packenden Soundtracks sowie glasklarer Geräusche besonders gefallen. Letztlich sind es dann aber doch die beiden Hauptdarsteller, die Safe House vor der Mittelmäßigkeit retten. Besonders Denzel Washington fungiert als ruhiger Bezugspunkt, der nicht nur die Story auf den Boden hält, sondern auch die Übersichtlichkeit in den Action-Szenen erhöht. Washington ist so charismatische wie eh und je und zeigt sich als perfekter Manipulator Tobin Frost von seiner besten Seite. Angesichts solch einer Leistung, bleibt jedoch Ryan Reynolds ein wenig im Schatten zurück. Der Jungstar ist zwar sichtlich bemüht den typischen engagierten Gutherzen zu spielen, bleibt aber in den vielen Duellen mit seinem älteren Kollegen deutlich auf der Strecke, was aber nicht heißen soll, dass beide dennoch ein gutes Gespann abgeben. Vor allem das Finale kann so überzeugen, wenn auch hier der finale Twist nur noch Nebensache ist. Unterstützung bekommen die Beiden indes von einer Riege hochkarätiger Nebendarsteller, unter anderem Brendan Gleeson, Sam Shepard, Vera Farmiga und Robert Patrick, die aber allesamt zu wenig Spielzeit bekommen, als dass sie sich gegenüber den beiden Hauptstars behaupten könnten. Für recht kurzweilige Star-Unterhaltung ist allerdings gesorgt.

Fazit

Regisseur Daniel Espinosas inszeniert mit "Safe House" ein recht kurzweiliges Action-Vergnügen mit einem unglaublichen Tempo, welches vor allem in erster Linie Action-Junkies anspricht. Hinter der knalligen Fassade offenbaren sich allerdings einige Schwächen, die vor allem an der vorhersehbaren wie routinierten Geschichte festzumachen sind. Was bleibt ist so solide Kost, die durchaus einen Gang ins Kino rechtfertigt, denn gerade die furiosen Verfolgungsjagten sind kleine Highlights, die man nicht verpassen sollte.

Autor: Thomas Repenning

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