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Sabata nennt sich ein geheimnisvoller und leicht durchgeknallter Revolverheld. Als er eines Tages in das Provinzest Daugherty einreitet, wird er zufällig Zeuge eines Banküberfalls. Ein gefundenes Fressen für den Meister der Pistolen, denn kurzerhand nimmt er den Schurken die gesamte Beute ab. Was er zunächst nicht ahnt: Ein reicher Biedermann ist der eigentliche Drahtzieher des Coups. Als Sabata dies erfährt, macht er sich sein Wissen zu Nutze und verlangt 10.000 Dollar für sein Schweigen. Dafür liefert er den Schurken nicht ans Messer. Doch der führt Übles im Schild: Er hetzt Sabata einfach eine Killerhorde auf den

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Wenn ich will, kann ich mir so viel Whiskey kaufen, um mich darin zu ertränken.“

Sabata ist, wie beispielsweise auch Django, der seinen offiziell ersten Auftritt im gleichnamigen Klassiker von Sergio Corbucci hatte, ein fruchtbarer Markenname im Western-Gefilde. Das bedeutet: Nur, weil sich ein Filmtitel also dem Namen Sabata ermächtigt, heißt das folgerichtig noch lange nicht, dass zwangsläufig auch Bezug auf den von Gianfranco Parolini (Todeskommando Panthersprung) 1969 ins Leben gerufenen Pistolero genommen wird. Wie so häufig aber ist das Original natürlich die hochwertigste Anlaufstelle für alle Freunde des Filmkultur – und Sabata, der Ursprung eines sich im Folgenden wiederholt abrollenden Etikettenschwindels, wird bei Genre-Aficionados auch heute noch reichlich Anklang finden. Dabei muss man sich aber mit dem Umstand anfreunden, dass hier sicherlich kein stilprägendes Klassiker-Material zum Vorschein treten wird.

Nein, Sabata ist kein Django, dafür fehlt der Inszenierung in seinen stofflichen Anlagen bereits die singuläre Energie, eine eindrucksvolle, letztlich auch memorable Strahlkraft aufzubringen, die Django diesen ganz besonderen Stellenwert innerhalb der Kinolandschaft eingeräumt hat. Sabata hingegen könnte man als ordentliche Hausmannskost beschreiben, die auch noch einmal den Auftrag erfüllt, Lee van Cleefs ikonengleichen Status innerhalb des Westerns weitergehend zu stimulieren, nachdem er durch seine Auftritte in Für ein paar Dollar mehr, Zwei glorreiche Halunken und Der Gehetzte der Sierra Madre zur Koryphäe avancierte. Und in der Rolle des ehemaligen Offiziers Sabata, der sich wie ein übermächtiger Schatten über die Stadt Dougherty legt, darf sich van Cleef einmal mehr als Idealbesetzung des verschmitzten Revolverhelden präsentieren, der genauso schießbegabt wie schlagfertig ist.

Der erste Auftritt von Sabata, in dem sein Körper aus dem rechten Bildrand geschoben wird und nur der Zigarillo und das Streichholz zu erkennen sind, verweist schon auf den gespenstischen Charakter des Hauptakteurs. Sabatas Überlegenheit, seine fortwährende Omnipotenz, ist indes eines der Probleme, die Gianfranco Parolini Ägide keinen durchgehend packenden Spannungsbogen ermöglicht. Es steht schlichtweg außer Frage, dass jemand in der Lage scheint, Sabata die Stirn zu bieten. Handwerklich aber ist dieser kernige Eintrag in das oftmals höhnisch beleumundete Genre ein weiterer Beweis, welch konzertierte Inszenierungsarbeit in diesem Kosmos oftmals geleistet wird: Das Zusammenspiel der elaborierten Kameraarbeit mit der experimentellen Musik, die hier natürlich, ganz charakteristisch, zum maßgeblichen Bedeutungsträger erhoben wird, ermöglicht es Lee van Cleef letzten Endes erst, zum Mythos auf zwei Beinen heranzuwachsen.

Fazit

Ordentliche Hausmannskost. Inszenatorisch erweist sich "Sabata" als einwandfreies Western-Kino und überzeugt durch eine hochwertige Kameraführung und eine experimentelle Soundkulisse, im Zuge dessen auch eine Orgel zum Einsatz kommen darf. Da die Überlegenheit der Hauptfigur außer Frage steht, bleibt Spannung zwar weitestgehend auf der Strecke, allerdings macht es viel Spaß, Lee van Cleef dabei zu beobachten, wie er dieser fast mythisch überhöhten Erscheinung Sabatas ein markiges Gesicht verleiht.

Autor: Pascal Reis

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