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Auf der Casinoinsel Gran Tesoro müssen die Strohhut-Piraten beim reichsten Menschen der Welt Gild Tesoro ihre Schulden abbezahlen...

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Kritik

Im Rahmen des sehr erfolgreichen Anime-Night-Events ist One Piece Film: Gold der erste One Piece-Film, der einen deutschen Kinostart außerhalb von Festivals erhält. Das Event konnte schon vielen japanischen Filmen, die sonst ausschließlich einen Heimkino-Release erhalten hätten, einen Kinostart ermöglichen und diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen. Die One Piece-Filme spielen immer an einem für den Film erfundenen Ort (Insel oder Schiff) und haben keine Bedeutung für die Handlung der Serie, gehören somit dem Non-Canon an. Nichtsdestotrotz sollte man die Serie bis zum aktuellen Stand verfolgen, bevor man den Film sieht. Andernfalls wird man wahrscheinlich gespoilert.

Die Insel Gran Tesoro ist ein goldenes Glücksspielparadies, das wohl selbst Las Vegas in den Schatten stellt. "Insel" ist, wie so oft in One Piece, eigentlich das falsche Wort. Vielmehr handelt es sich um ein 10 Kilometer langes Schiff, das von Gild Tesoro erbaut wurde. Er ist der reichste Mensch der Welt, weshalb er jedes Objekt auf seinem Schiff vergolden lassen konnte – von der Straßenlaterne bis zum Hochhaus. Die Menschen dort leben in großem Wohlstand und auch die Strohhut-Piraten werden von der glänzenden Fassade in ihren Bann gezogen. Doch nicht alles ist Gold was glänzt...

Wie in der Reihe üblich verschwendet der Film keine Sekunde mit einer Exposition, sondern beginnt gleich mit der Ankunft der Thousand Sunny am Hafen von Gran Tesoro. Nicht nur die Protagonisten, auch die Zuschauer werden von dem vielen Gold und den Attraktionen geblendet, sodass die erste halbe Stunde des Films ein Trip ohne Pause durch ein Meer von Gold ist. Dabei hat die Animationsabteilung ganze Arbeit geleistet. CGI- und klassische Animationselemente gehen weitestgehend nahtlos ineinander über, was leider noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. 

Die teilweise rasanten Szenen sind flüssig animiert, wodurch die Action zum klaren Highlight des Films wird. Das ist wohl der erneuten Arbeit von Masayuki Sato geschuldet, der wie auch in den beiden Vorgängerfilmen den Posten des Chief Animation Directors übernahm - frei nach dem Motto "Never change a running team". Zusätzlich zeichnet er für das Charakterdesign verantwortlich, bei dem es nichts zu beanstanden gibt. Der Look insgesamt orientiert sich ziemlich nah an der Serie, wobei hier sichtbar mehr Arbeit im Detail steckt, wofür bei den wöchentlichen Folgen einfach die Zeit fehlt. Die Figuren können sich im Laufe des Films in unterschiedlichen Outfits präsentieren und jeder bekommt in den zahlreichen Kämpfen genügend Screentime, um seine Moves zu präsentieren, sodass jeder Fan auf seine Kosten kommt.

Leider kann die Story da nicht mithalten. Der ganze Film wirkt wie eine stark verkürzte Form der kürzlich abgeschlossenen Dressrosa-Arc. Zusätzlich sind die Wendungen sehr leicht zu erahnen, einziger Pluspunkt ist die charakterliche Tiefe, die zwischen Nami und Carina aufgebaut wird. Und man merkt, dass der Film trotz erzählerischer Schwächen das Herz am rechten Fleck hat, was für 120 Minuten Unterhaltung auf jeden Fall genügt. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gelungen. Auch wenn diejenigen, die die Serie im Japanischen verfolgen, sicherlich einige Minuten brauchen, um sich umzugewöhnen.

Fazit

Der neueste "One Piece"-Film kann abermals überzeugen. Wenn auch die Handlung nicht perfekt ist, lohnt sich das Kinoticket allein für die großartig animierten Actionszenen. "One Piece"-Fans können unbeschwert zugreifen.

Autor: Tobias Kiwitt

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