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Inhalt

Energieprobleme gehören endlich der Vergangenheit an. Mit Fusionskraft hat es der Konzern Lunar geschafft, über 70 Prozent des weltweiten Energiebedarfs zu decken. Um das für die Fusion wichtige Helium-3 abzubauen, wurde auf der Mondrückseite eine Anlage errichtet. Nur ein Mann betreut diese, der hart arbeitende Mechaniker Sam Bell (Sam Rockwell). Sein Vertrag läuft ganze drei Jahre. In all dieser Zeit leistet ihm nur der treue Roboter Gerty gesellschaft. Kurz vor Ende der Zeit, passieren allerdings merkwürdige Dinge. Sam bekommt Halluzinationen und Roboter Gerty weicht konsequent seinen Fragen aus. Bei einem Unfall verliert er schließlich auch noch seine Erinnerungen. Steht Sam kurz vor dem Zusammenbruch oder steckt hinter dem ganzen etwas vollkommen anderes.

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Kritik

Im Sci-Fi-Genre galt lange Zeit die Vorstellung, dass moderne Fiktion viele Effekte sowie Horrorelemente benötigt, um beim Kinopublikum anzukommen. Selbst solch ambitionierte Produktionen wie Sunshine griffen in letzter Konsequenz immer auf diese Elemente zurück. Der Werberegisseur Duncan Jones  zeigt nun allerdings mit seinem ruhigen philosophischen Werk Moon, dass man auch einen anderen Weg gehen kann. Mit einem geringen Budget von 5 Millionen Dollar und ganzen 33 Drehtagen, hat er intelligentes Sci-Fi-Kino auf höchstem Niveau geschaffen. Zwar bedient er sich dabei ganz klar großen Vorbildern, dennoch steht  Moon diesen Werken in nichts nach.

Mit ruhigen, gar hypnotischen Bildern erzählt Jones seine Geschichte. Der Fokus liegt dabei weitestgehend auf nur einer Person. Dennoch gelingt es, dass Moon nicht allzu schwerfällig wirkt. Sogar teils recht subtiler Humor wurde mit eingearbeitet. Doch was genau an Moon nun so faszinierend ist, lässt sich schwer äußern ohne dabei viel Spannung vorwegzunehmen. Natürlich spielt in erster Linie die große Einsamkeit eine Rolle. Der Sinn des Lebens, die Frage nach dem Grund. Mit vielen Wendungen geht dabei Jones immer philosophisch vor, zeigt viel auf, überlässt aber auch viel der Fantasie des Zuschauers. Das Filme wie 2001″ oder Solyaris dabei Pate standen, merkt man Moon in einigen Szenen an. Doch obgleich der Plot eine wahre Mond-Odyssee ist, hätte besonders im letzten Schlussakt noch etwas Dramaturgie gut getan. Zwar ist das Ende keine leichte Kost, doch bis dahin hat sich die eine oder andere Länge eingeschlichen.

Optisch macht sich das geringe Budget deutlich bemerkbar. Für Fahrten auf dem Mond wurden anstatt CGI-Effekte, Miniaturmodelle benutzt. Aber gerade dies macht den Charme von Moon aus. Damit steht er ganz in der Tradition längst vergessener Genre-Klassiker. Auch die Optik der Station ist deutlich anders. Es gibt keine Hochglanzpolierten Wände, keine sauberen Böden. Wie schon beim Klassiker Outland, sieht die Szenerie abgenutzt aus. Damit die Atmosphäre noch dichter wirkt, untermalt der Komponist Clint Mansell den kompletten Film mit seinen stillen unheilvollen Klängen. Aber auch durch simples Hintergrundrauschen, entsteht ein beklemmendes Gefühl. So muss Sci-Fi aussehen.

Damit diese Ein-Mann-Show funktioniert wird ein Darsteller benötigt, der mit seiner Präsens jede Minute ausfüllen kann. Für Sam Rockwell ist dies eine Leichtigkeit. Er passt sich ideal dem Setting an, präsentiert sich facettenreich, sowie äußerst emotional. Er trägt Moon über weite Strecken alleine durch seine Figur. Doch ein klein wenig Hilfe hat er dann doch. Der KI-Roboter Gerty, der im Original von Kevin Spacey gesprochen wird, ergänzt die Rolle des Sam perfekt. Dabei steht lange nicht fest, welche Aufgabe der Roboter nun wirklich hat. Doch schon alleine die Smileys an Gertys Display, die seine Stimmung ausdrücken, machen Moon zu etwas ganz besonderen.

Fazit

Bei seinem Spielfilmdebüt liefert Duncan Jones einen intelligenten sowie spannenden Sci-Fi-Thriller ab, der besonders durch seine leisen Töne überzeugen kann. Es braucht eben kein 100 Millionen CGI-Effektgewitter, um eine interessante und nachdenkliche Geschichte auf die Leinwand zu bringen.

Autor: Thomas Repenning

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